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Haftbefehl:Lebensgefährlicher Nebenjob

Im vergangenen Januar ist eine 16-Jährige Opfer von lebensbedrohlichen Stromschlägen geworden. Gegen den Tatverdächtigen wird nun ermittelt. Der IT-Fachmann steht im Verdacht, seit 2014 bundesweit etwa 120 Opfer per E-Mail kontaktiert zu haben. Die fast ausschließlich jungen Frauen hatten auf einer Online-Plattform angegeben, auf der Suche nach einem Nebenjob zu sein. Er gab sich ihnen gegenüber als Arzt einer bekannten Universität aus und stellte finanzielle Vergütungen in Aussicht, falls sie im Rahmen einer angeblichen medizinischen Forschung an einem Experiment teilnehmen würden. Via Internet wies der Täter die Opfer an, Apparaturen zusammenzustellen und sich damit selbst Stromstöße zu versetzen. Den Ermittlern gelang es, die Identität des Täters festzustellen. Er wurde am 14. Februar in seiner Wohnung im Landkreis Würzburg festgenommen. Die Beamten überraschten ihn dabei, als er gerade Kontakt zu einem neuen Opfer knüpfte. Bei der Auswertung der sicher gestellten Datenträger wurden über 200 Videoaufzeichnungen gefunden, die der Festgenommene von seinen Opfern gefertigt hatte. Gegen den 28-Jährigen wurde ein Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Der polizeilich noch nicht in Erscheinung getretene Mann befindet sich derzeit in Untersuchungshaft und legte bereits ein Teilgeständnis ab.

© SZ vom 19.04.2018 / isru
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