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Gröbenzell:Unterstützung, die ankommt

Arnhild und Bernd Rieder mit ihren Söhnen unterstützen mit einer Familienstiftung die Bildung von Kindern und Jugendlichen im Landkreis.

(Foto: Privat/oh)

Jugendsozialstiftung der Familie Dr. Rieder fördert 2019 deutlich mehr Projekte für Kinder und Jugendliche

Rekordverdächtig: Insgesamt 93 000 Euro an Fördergeld, eine Steigerung gegenüber 2018 um 41 Prozent, hat die Jugendsozialstiftung der Familie Dr. Rieder im vergangenen Jahr ausbezahlt. Der Grund für die enorme Steigerung ist nach Einschätzung der dort engagierten Personen die stark gestiegene Anzahl der Einzelförderanträge von 31 in 2018 auf 93 in 2019. Innerhalb eines Jahres hat sich dieser Wirkungsbereich der Stiftung demnach verdreifacht. Um alle Anträge bewilligen zu können, mussten im Vorjahr sogar Rücklagen aufgelöst werden. Ein Argument mehr für die Jugendsozialstiftung, auch im laufenden Jahr um großzügige Spenden zu bitten.

Seit ihrer Gründung vor zwölf Jahren fördert die von der Familie des früheren Gröbenzeller Bürgermeisters Bernd Rieder gegründete Stiftung sowohl Projekte, die sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche vor allem im Bildungsbereich unterstützen, als auch einzelne Kinder und Jugendliche im Landkreis. Dabei gelten die gleichen Voraussetzungen wie bei den Projekten: Ein geringes Einkommen und der Fokus auf Bildung, wobei dabei ausdrücklich auch Fähigkeiten jenseits des Schulwissens gefördert werden sollen. Seit 2016 widmet die Stiftung außerdem Kindern und Jugendlichen mit einer körperlichen, geistigen oder psychischen Einschränkung sowie Inklusionsprojekten "besondere Aufmerksamkeit", wie auf der Homepage (www.jugendsozialstiftung-dr-rieder.de) nachzulesen ist. Im vorigen Jahr unterstützte die Jugendsozialstiftung 21 Projekte mit insgesamt circa 48 000 Euro. Einen mittleren vierstelligen Betrag erhielten laut einer Mitteilung der Stiftung unter anderem: Ambulantes Kinderhospiz München (Zweigstelle Fürstenfeldbruck), Kreis Eltern behinderter Kinder Olching, Eugen-Papst-Schule Germering, Pestalozzi-Schule Fürstenfeldbruck, Inklusionsfußballmannschaft des 1. SC Gröbenzell, Projekt "Wellcome" Fürstenfeldbruck, "Kind im Blick" der Caritas, Projekt "Spielen und Lernen", Musiktherapie an der Heinrich Scherrer Musikschule, Ferienprogramme der Landkreisgemeinden sowie für Behinderte. Einen niedrigen vierstelligen Förderbetrag erhielten unter anderem Kinder im Frauenhaus Fürstenfeldbruck, die Aktion Schultüte, die Hausaufgabenbetreuung der Ährenfeldschule Gröbenzell sowie die Familienstützpunkte im Landkreis.

Für die Einzelförderung gab die Stiftung im Vorjahr fast genauso viel aus: 45000 Euro. Die Zahl geförderter Kinder und Jugendlicher verdreifachte sich. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass der Bedarf entsprechend gestiegen ist. Es hängt wohl auch einfach damit zusammen, dass die Stiftung und ihre Angebote allmählich einem größeren Personenkreis bekannt sind. Vor knapp zwei Jahren hatte Bernd Rieder bei einem Pressegespräch noch beklagt, dass viele Menschen die Stiftung gar nicht kennen würden. Die jetzige Entwicklung scheint das Gegenteil zu belegen. "Die Familiensozialstiftung ist mittlerweile im örtlichen sozialen Kinder- und Jugendbereich sehr gut verankert und mit allen Sozialträgern und einschlägigen Behörden bestens vernetzt", heißt es auch in der Mitteilung.

© SZ vom 26.03.2020
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