bedeckt München

Grafrath:Gottesdienst mit Musik

Termin in Grafrath kann nun doch stattfinden

Trotz des Ausfalls der Franziskanerpatres wegen eines Kontakts mit einem Corona-Infizierten kann der Gottesdienst am Sonntag, 7. Februar, in der Rassokirche um 10 Uhr stattfinden. Geleitet wird er von einem auswärtigen Pfarrer. Damit wird es auch wieder einen Auftritt von Musikern geben, die im Gottesdienst spielen. Für diesen Sonntag hat der Kulturverein ein Streichquartett aus Mitgliedern des Ensemble "Risonanze erranti" eingeladen. Auf dem Programm stehen ein Divertimento von Mozart und ein Satz aus einem Bachchoral. Besonders interessant ist ein Ausschnitt aus dem Codex Bamberg, einer Handschrift aus der Zeit zwischen Ende des 13. und Anfang des 14. Jahrhunderts, einer Zeit also, in der die moderne Notierung der Stücke noch nicht eingeführt war.

Teil des Quartetts ist die gebürtige Grafrather Violinisten Katharina Büll, die regelmäßige Gottesdienstbesucher von ihren zahlreichen Auftritten dort kennen dürften. Aktuell spielt sie in der Nürnberger Staatsphilharmonie. Neben ihr auftreten werden Michaela Girardi (Geige), Sarina Zickgraf (Viola) und Peter Tilling (Cello) der Leiter und Gründer des Ensemble "Risonanze erranti".

"Die Möglichkeit zu diesem kleinen Auftritt ist irre wichtig, man merkt wie sehr uns allen momentan einfach die Musik fehlt. Natürlich kann man in seinem Zimmer stehen und vor sich hinüben, aber das ist kein Vergleich zu einem Liveauftritt", sagt Büll. Das Quartett ist am Dienstag, 9. Februar, außerdem in eine Livestream auf der Homepage des Schwere-Reiter-Theaters zu sehen.

© SZ vom 06.02.2021 / FLHA
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema