Gewerbegebiet Olching setzt auf Wellness

Spa-Betreiber aus Köln stellt gemeinsam mit Bürgermeister und Stadträten neues Freizeitprojekt vor

Von Eirik Sedlmair, Olching

In Olching soll ein Wellness-Spa für 400 bis zu 500 Besucher am Tag entstehen. Das gab Bürgermeister Andreas Magg am Freitagmittag in einer Pressekonferenz bekannt. Betreiber des geplanten "Vabali Spas" ist die Kölner Firma Theune Spa Management GmbH. Auch mehrere Mitglieder des Stadtrates waren bei der Pressekonferenz zugegen und nutzten die Möglichkeit zu sagen, wie begeistert es von dem geplanten Wellness-Projekt seien.

"Für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt ist dieses Projekt etwas ganz Besonderes, etwas Hochwertiges", sagte Bürgermeister Magg (SPD). Marcel Gemmeke (CSU), Referent für Wirtschaft, Märkte und Arbeit, teilte mit, es habe "ihn fasziniert", als er sich das Projekt erstmals genauer angeschaut hat.

In einer Werbebroschüre versprechen die Betreiber "Wellness, Erholung und Sauna auf höchstem Niveau". Und diese Wellness-Oase soll in Olching gebaut werden und zwar im Gewerbegebiet Geiselbullach, angrenzend an den Stürzer Weiher. Das hierfür geplante Grundstück ist 36 000 Quadratmeter groß, 6000 Quadratmeter davon sollen grüne Freiflächen werden. Die Wärme für das Spa soll aus dem Müllheizkraftwerk in der Nähe des Gewerbegebiets kommen. Das Spa soll im Winter und im Sommer betrieben werden. Bürgermeister Magg erhofft sich ob der guten Anbindung auch Kunden aus dem Umland, zum Beispiel aus München.

Stephan Theune, Geschäftsführer der Theune Spa Management GmbH und damit Betreiber der "Vabali Spas", sitzt auch im Olchinger Rathaus, um das Projekt vorzustellen. Zwei dieser Spas gibt es schon in Deutschland, eines in Berlin, eines in Düsseldorf. Stephan Theune erklärt das Konzept: Der Kern der Anlage sei "Wellness, Sauna, Restaurant und Massage". Die Realisierung des Projektes erfolge allein durch privates Vermögen. Die Eintrittspreise seien mit 21 bis 39 Euro zwar familienfreundlich, sagt Stephan Theune, jedoch sei das Vabali Spa "keine Kinderlocation. Es passt einfach nicht, es ist kein Spaßbad, kein Rutschenparadies." Verboten sei der Eintritt für Kinder jedoch nicht.

Um sich ein Bild von dem Wellness-Projekt zu machen, ist eine Delegation des Stadtrates im März nach Düsseldorf geflogen und hat sich die dort bereits existierende Anlage angeschaut. Die nackten Zahlen ließen eines riesigen Kasten vermuten, sagte Stadtrat Gemmeke. "So ist es aber eben nicht", gibt er seinen Eindruck von der Besichtigung wider. Das Spa sei weitläufig, man fühle sich wie in einem Kurzurlaub, sagt auch Bürgermeister Magg.

Bevor ein Baubeginn feststeht, müssen sich im Sommer noch weitere Gremien der Stadt mit dem Vorhaben beschäftigen, so die Ausschüsse und der Stadtrat. "Über den Sommer werden wir das konkretisieren", sagte Magg. Durch den Bau der Wellness-Einrichtung erhofft sich der Bürgermeister "eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts Olching". Man könne bis zu 200 neue Arbeitsplätze ansiedeln, meinte er. Und für die Olchinger, die dort nicht arbeiten, biete das Spa eine Möglichkeit, "mit dem Fahrrad in den Kurzurlaub" zu fahren.