Germeringer Skistar Lokaler Sponsor

Neue Ausrüstung: Jürgen Biffar und Lena Dürr präsentieren Helme und Mützen für die kommende Saison.

(Foto: Docuware/oh)

Die Slalomexpertin Lena Dürr trägt den Firmennamen Docuware aus ihrer Heimatstadt in die Welt hinaus

Von Andreas Ostermeier, Germering

Die Germeringer Slalomfahrerin Lena Dürr startet mit einem neuen Sponsor in die Rennsaison. Los geht's am Samstagvormittag mit dem Auftaktrennen im österreichischen Sölden. Dürr startet dort im Riesenslalom - und wer die alpine Rennläuferin kennt, wird eine Veränderung an ihrem Helm feststellen. Auf diesem prangt in der kommenden Saison der Schriftzug der Germeringer Firma Docuware.

Jürgen Biffar, Chef der Firma für elektronisches Dokumenten-Management, zeigte sich bei der öffentlichen Verkündung des Sponsorings als Anhänger der Unterstützung von Sportlern aus Germering. So fördert die Firma bereits seit zwei Jahren die Germeringer Handballer. Die Sportler des SC Unterpfaffenhofen-Germering tragen den Unternehmensnamen aber nicht recht weit in die Welt hinaus, denn die Männer spielen in der Bezirksoberliga gegen Mannschaften aus Orten wie Gilching, Kaufbeuren oder Mindelheim.

Dagegen hat das Engagement für Lena Dürr schon weiter reichende Folgen: Schließlich nimmt die Germeringerin am Ski-Weltcup teil und fährt in den Disziplinen Slalom und Riesenslalom. In Dürrs Rennkalender stehen in dieser Saison unter anderem Wettfahrten in Österreich, Italien, Frankreich oder den USA. Außerdem will sich Dürr für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Sankt Moritz im Februar qualifizieren. Sie wird also den Namen Docuware weit in die Welt hinaustragen.

Der Auftritt in der großen Welt wäre aber wohl nicht zustande gekommen, wenn man sich nicht lokal kennen würde. Vor einigen Monaten sei Peter Dürr, Vater der Skiläuferin, mit der Idee zum Sponsoring auf ihn zugekommen, erzählte Biffar am Donnerstag den Mitarbeitern seiner Firma, die zur Vorstellung der Zusammenarbeit mit Dürr gekommen waren. Die 25 Jahre alte Wintersportlerin freut sich ebenfalls über die finanzielle Unterstützung von Germeringer Firma zu Germeringer Athletin. Dürr bekommt Ski, Schuhe oder Brille gestellt, Docuware aber sei ihr "wichtigster und persönlichster" Sponsor, sagte sie. Schließlich verbinde sie allein schon die Adresse mit dem Unternehmen. Nun wird sie mit dem Firmenlogo am Helm in ihre Rennen gehen. Und auch an der Wollmütze, getragen beim Après-Ski, wie Biffar vermutete, prangt der Name des Germeringer IT-Unternehmens.

Das Sponsoring, das möglicherweise für die nächste Saison verlängert wird, ist also für beide Seiten eine - wirtschaftsdeutsch gesprochen - Win-win-Situation. Gefährlich könnte es höchstens für Mitarbeiter der Firma werden, sollte es nämlich mit Dürr auf eine Piste gehen, die sie im Wettkampf heruntersaust. Ob in diesem Fall alle Knochen heil bleiben, ist fraglich. Die Skifahrerin berichtete über die Anforderungen, die an die Rennläuferinnen auf den oft harten und mit Wasser präparierten Hängen gestellt werden. Es klang nicht so, dass sich diese Pisten für Freizeit-Skifahrer eigneten. Dürr machte dies allein schon durch ihr Lächeln deutlich, als einer aus der Zuhörerrunde fragte, ob auch er eine Weltcup-Strecke bewältigen könnte.

Dann berichtete sie über das Krafttraining, unter anderem für die Oberschenkelmuskulatur, das einen guten Teil der Sommermonate einnimmt. Nun lächelte Biffar. Mit dem Training eines Profis kann niemand aus der Firma mithalten. Ein gemeinsames Skifahren soll es aber dennoch geben, am Ende der Rennsaison Ende März oder Anfang April - sicherlich auf einem Hang, der auch für Freizeit-Skifahrer geeignet ist. Bis es so weit ist, will Biffar Dürrs Rennen im Fernsehen verfolgen. Den Samstagvormittag hat er sich schon im Kalender notiert. Und Dürr selbst? Sie hat sich vorgenommen, besser zu fahren als in der vergangenen Saison. Dafür setzt sie auf ihre Taktik aus Attacke, klugem Kopf und Vollgas, wie sie sagte.