Bodenständig und polyglott, zugewandt und schroff, promoviert und mit körperlicher Arbeit vertraut: Der Germeringer Biobauer und Grünen-Politiker Sepp Dürr vereinte viele Eigenschaften in sich, auch solche, die sich auszuschließen scheinen. Von Gegensätzen handelt auch sein gut ein Jahr nach seinem Tod erschienenes Buch: „Ein Dorf wie jedes andere. Germering um 1960“. Dürr schildert darin die Unterschiede zwischen dem Dorf, in dem er aufgewachsen ist, und der Stadt, die Germering heute ist. Von Veränderung geprägt ist das Leben und Arbeiten als Bauer, und verändert hat sich auch Dürr mit den Jahrzehnten, denn aus dem Bauernbub wurde ein Literaturstudent, aus dem promovierten Akademiker ein Biobauer, aus dem Landwirt ein Landespolitiker.
BuchWie aus dem Dorf die Vorstadt wurde
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Sepp Dürrs posthum erschienene Erinnerungen an sein Aufwachsen in Germering sind eine sehr lesenswerte Lektüre. Der Autor entfaltet die Geschichte der bäuerlichen Welt nach dem Zweiten Weltkrieg.
Von Andreas Ostermeier, Germering
