Heizen mit ErdwärmeGermering und Puchheim nähern sich der Geothermie

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Je weiter südlich ein Standort liegt, desto tiefer muss gebohrt werden, desto heißer ist das zu fördernde Wasser aber auch. Puchheim und Germering kalkulieren mit 90 Grad.
Je weiter südlich ein Standort liegt, desto tiefer muss gebohrt werden, desto heißer ist das zu fördernde Wasser aber auch. Puchheim und Germering kalkulieren mit 90 Grad. Stadtwerke München SWM

Gemeinsam mit den  Stadtwerken München soll das 172-Millionen-Projekt gestemmt werden. Der Claim ist abgesteckt. Nun beginnt die Suche nach einem geeigneten Standort.

Von Stefan Salger, Germering, Puchheim, München

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Germering und Puchheim kommen voran mit den Plänen, in Kooperation mit den Stadtwerken München eine leistungsfähige klimaneutrale Geothermie-Anlage zu bauen. Sie soll voraussichtlich von 2033 an große Teile des eigenen Wärmebedarfs decken. Weil sich das interkommunale Vorhaben „Zukunftswärme M West“ (ZMW) staatliche Fördermittel gesichert hat, kann die Suche nach einem konkreten Standort innerhalb des 72 Quadratkilometer umfassenden „Claims“ nun beginnen.

Das Fraunhofer IEG ist von der ZMW nun mit der entsprechenden Machbarkeitsstudie beauftragt worden. Ergänzend werden die Bodenverhältnisse untersucht. Erste Ergebnisse werden für Ende des Jahres erwartet. Ziel ist eine 52 Megawatt leistende Geothermie-Anlage mit acht Bohrlöchern, gefördert werden soll voraussichtlich 90 Grad heißes Thermalwasser. Die Kosten werden auf 172 Millionen Euro geschätzt. Ebenso wie die Erträge werden sie aufgeteilt auf Germering (25 Prozent), Puchheim (15 Prozent) sowie die Stadtwerke München (60 Prozent).

Ziehen bei der Geothermie an einem Strang (von links): Thomas Hofschuster, ZMW-Geschäftsführerin Christine Cröniger, Andreas Haas, Norbert Seidl und Daniel Liebetruth.
Ziehen bei der Geothermie an einem Strang (von links): Thomas Hofschuster, ZMW-Geschäftsführerin Christine Cröniger, Andreas Haas, Norbert Seidl und Daniel Liebetruth. ZMW

Die neu gewählten Bürgermeister Daniel Liebetruth (Germering, SPD) und Thomas Hofschuster (Puchheim, CSU) sind für ihre Amtsvorgänger nachgerückt und vertreten ihre Städte nun in der Zukunftswärme M West. Auf der Gesellschafterversammlung im April hatten ihre Amtsvorgänger Andreas Haas, CSU, und Norbert Seidl, SPD, vor der Verabschiedung nochmals für das kommunale Gemeinschaftsprojekt geworben. Mit der Tiefengeothermie habe man die Möglichkeit, die Wärmeversorgung der Zukunft selbst in die Hand zu nehmen, so Liebetruth. „Unser Ziel ist eine nachhaltige, sichere und langfristig bezahlbare Wärme für die Menschen in unserer Region.“ Ähnlich äußerte sich Hofschuster.

Sobald konkrete Ergebnisse der Standortsuche vorliegen, ist eine weitere öffentliche Dialogveranstaltung geplant. Zudem besteht am Montag, 20. Juli, im Zuge der Seismik-Kampagne von Giga-M in Germering die Möglichkeit zum Austausch. Weitere Details unter www.waerme-mwest.de sowie www.giga-m.de.

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