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Germering:Lösen statt umlagern

Örtlicher Umweltbeirat fordert erneut "Wohnen ohne Auto"

Der Umweltbeirat der Stadt möchte bei der Bebauung des Kreuzlinger Feldes den Stadtrat und Bürgermeister Andreas Haas (CSU) von seinem Konzept "Wohnen ohne Auto" überzeugen. Dieses soll es möglich machen, mit dem Fahrrad und zu Fuß so mobil zu sein wie im eigenen Wagen, ohne dabei Einschränkungen der Lebensqualität hinnehmen zu müssen. Autos seien nicht von vornherein Lebensqualität, im Stau und auf der Parkplatzsuche würden viele Germeringer mit dem Auto im Gegensatz zum Fahrrad keine Zeit sparen, argumentiert Herbert Krause, Vorsitzender des Umweltbeirates. "Herkömmliche Maßnahmen werden keine Lösung bringen", sagt er.

Das bisher in Erwägung gezogene Konzept sehe nur eine Verlagerung des Verkehrs vor und keine Verringerung, kritisiert der Umweltbeirat. Durch die unterirdische Verkehrsführung werde nur bewirkt, dass Abgase und Verkehrsfluss gebündelt in die Stadt entlassen werden, was Germering zusätzlich belaste. Das sei weder im Sinne des Umweltbeirates noch des Stadtrates. Würde man dagegen bei Neubaugebieten auf innovative Konzepte wie "Wohnen ohne Auto" setzen, könne man die Herausforderungen der steigenden Bevölkerung und der Nachverdichtung bewältigen. Es sei generell notwendig, bei Neubaugebieten solch "visionäre" Konzepte möglichst von Anfang an zu berücksichtigen. Sowohl Bürger als auch Unternehmen würden protestieren, wenn autofreie Zonen nicht von Anfang an als solche vorgesehen seien.

© SZ vom 05.10.2019 / JMAN

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