Germering Großbaustelle in den Ferien

Kommunalpolitischer Besuch: Architekt Peter Oppenheimer (weißer Helm) führt Stadträte über die Baustelle an der Wittelsbacher Straße.

(Foto: Carmen Voxbrunner)

Schulerweiterung in Germering läuft nach Zeitplan

Von Andreas Ostermeier, Germering

Germerings große Schulbaustelle an der Wittelsbacher Straße liegt im Zeitplan. In den Sommerferien will Architekt Peter Oppenheimer den Rohbau der sogenannten Betreuungsbrücke errichten lassen. Die Betreuungsbrücke heißt so, weil in diesem Gebäudeteil der Wittelsbacher Mittelschule die Räume der Nachmittagsbetreuung ihren Platz finden sollen. Dafür werden über den Sporthallen entlang der Wittelsbacher Straße zwei Etagen gebaut. Geschehen soll das während der schulfreien Zeit - und laut Oppenheimer sieht es so aus, als könnte dieser Plan eingehalten werden. In die zwei neuen Turnhallen kann man bereits hineinschauen. Sie stehen voll von Gerüsten, die aber nicht für Turnübungen aufgebaut sind, sondern um den Neubau zu stabilisieren. Die Decke über den Sporthallen fehlt noch, aber die Stahlträger, die sie tragen sollen, sind bereits vorhanden. Aus Gründen des Brandschutzes werden sie demnächst mit einer mehrere Zentimeter dicken Betonschicht ummantelt. Noch ein Jahr Bauzeit veranschlagt der Architekt für die Fertigstellung der Sporthallen, der Anbau für die Nachmittagsbetreuung braucht laut Planungen zwölf Monate mehr.

Schneller soll es nebenan bei der Theresen-Grundschule gehen. Deren Gebäude wird in den Schulinnenhof hinein erweitert. Der viergeschossige Rohbau steht bereits. Noch schaut man von ihm aus wie von draußen durch große Fenster in die bisherigen Schulräume hinein. Für die Schüler ist das ein großer Spaß. Buben und Mädchen winkten am Mittwoch der Besuchergruppe aus Oberbürgermeister, Stadträten, Verwaltungsmitarbeitern und Bauverantwortlichen zu. Die großen Fenster werden bald herausgerissen und einen Raum weiter versetzt. Ehemalige Außen- werden zu Innenmauern, neue Klassenzimmer und Gruppenräume entstehen. Hier und da ragen aus der Decke dicke Rohrleitungen. Sie zeigen, wie sich Schule verändert, denn in ihnen werden die Leitungen für Whiteboards und andere moderne Unterrichtsmittel geführt. Ein Tribut an die Digitalisierung.

Die An- und Neubauten auf dem Schulgelände an der Wittelsbacher Straße haben im Sommer des vergangenen Jahres begonnen. Sie sollen noch bis 2022 andauern. Notwendig sind sie, um die stetig steigende Zahl an Schülern in Germering unterbringen zu können. Auch der Bedarf nach außerschulischer Betreuung am Nachmittag wächst, auch deshalb benötigen die beiden Schulen mehr Räume. Das Projekt ist neben seinen räumlichen Ausmaßen auch finanziell von großem Umfang - und wird weitaus teurer werden als ursprünglich angenommen. 33 Millionen Euro hat der Stadtrat an Ausgaben beschlossen, die Vergabe der bisherigen Bauleistungen zeigt deutliche Mehrkosten. Das hängt vor allem mit dem Bauboom im Raum München zusammen, der die Preise der verschiedenen Leistungen in die Höhe schnellen lässt.