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Germering:Erfahrene Sparer

Germering kennt sich aus mit der Etatkonsolidierung

Von Andreas Ostermeier, Germering

Mit schwierigen Kassensituationen kennen sich die politisch Verantwortlichen in Germering aus. Seit der Jahrtausendwende gab es bereits drei Konsolidierungsphasen, in denen gespart werden musste, um die Ausgaben den Einnahmen anzupassen und den Verschuldungsrahmen nicht zu sprengen. Es liegt wohl daran, dass auch die coronabedingten Mindereinnahmen so richtig niemanden in der Germeringer Politik zu schockieren scheinen. Obwohl es um knackige Zahlen geht: Bei zehn Millionen Euro könnten die Einbußen heuer liegen (möglicherweise ersetzen Bund und Land die Hälfte davon), mit noch einmal gut zehn Millionen weniger als geplant rechnet Kämmerer René Mroncz bis 2023.

Wo gespart werden soll, ist noch nicht raus. Bereiche wie das Personal der Stadtverwaltung, die Zuschüsse an die Vereine sowie Bau und Unterhalt von Kinderbetreuungseinrichtungen gelten als tabu für Kürzungen. Auch eine Haushaltssperre solle es nicht geben, sagt Oberbürgermeister Andreas Haas (CSU). Bleibt vor allem der Bereich der Investitionen übrig. Der ist in Germering ziemlich groß, denn die Stadt baut und saniert ununterbrochen, momentan beispielsweise an der Wittelsbacher Mittel- und der Theresen-Grundschule. Etliche weitere Projekte sind vorgesehen, möglicherweise wird das eine oder andere geschoben. Im Juli will der Kämmerer genauere Zahlen vorlegen.

© SZ vom 04.07.2020

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