bedeckt München 20°

Germering:Einsatz für Alte und Behinderte

Neuer Teilhabebeirat in Germering stellt sich vor

Seit Dezember kümmert sich der Teilhabebeirat in Germering um die Belange von Behinderten, Seniorinnen und Senioren. Er löst die den Behinderten- und den Seniorenbeirat ab. Bei der jüngsten Stadtratssitzung stellte Vorsitzender Michael Lerch das 15-köpfige Gremium vor. Ein Großteil der Mitglieder war die der Zusammenkunft gekommen.

"Miteinander gemeinsam" lautet Lerch zufolge das Motto des Beirats. Die Coronakrise habe es dem Beirat schwer gemacht, seine Arbeit aufzunehmen, sagte Lerch und nannte einige Punkte, die zu bearbeiten seien. "Wir schauen und zum Beispiel an, was sporttechnisch für Behinderte läuft. Da ist noch viel zu tun." Es gehe darum, dass Behinderte und Gesunde gemeinsam Sport treiben könnten. Diese Möglichkeit gebe es schon bei der Bouleabteilung des SV Germering.

Der Beirat wolle auch die Barrierefreiheit in der Stadt vorantreiben, sagte Lerch weiter. Gerade im Stadtzentrum gebe es Restaurants, die ihre Toiletten im Keller hätten, die unzugänglich seien für Behinderte und viele ältere Menschen. Auch manche Arztpraxen seien nicht barrierefrei zu erreichen. Der Beirat stellt sich vor, die Ärzte so zu beraten, dass sie nachträglich einen Lift einbauen lassen. Buslinien könnten durch eine farbige Kennzeichnung besser erkennbar sein. Oberbürgermeister Andreas Haar (CSU) erklärte dazu, das Stadtmarketing sei wegen dieser Angelegenheit bereits mit dem MVV in Kontakt.

Da die meisten Mitglieder des Beirats neu seien, bat Lerch um Geduld mit dem Gremium. "Sie haben alle Zeit der Welt", versicherte Stadtrat Herbert Sedlmeier (CSU). "Wir wollen, dass was Gutes rauskommt - Inklusion für alle."

© SZ vom 25.09.2020 / ihr

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite