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Germering:Der Raumluftberater

Foto Alexander Ritschel MBG-Jugend forscht

Raumluftmessung: Der 14-jährige Alexander Ritschel vom Max-Born-Gymnasium ist Landessieger von "Jugend forscht" in der Juniorsparte geworden.

(Foto: Privat)

Germeringer Gymnasiast ist Landessieger von "Jugend forscht"

Von Karl-Wilhelm Götte, Germering

Das Germeringer Max-Born-Gymnasium (MBG) setzt seine Sieger-Tradition beim alljährlichen Wettbewerb "Jugend forscht" fort. Diesmal ist es Alexander Ritschel, der den Preis als bester bayerischer Jungforscher gewinnen konnte. Der 14-Jährige setzte sich beim virtuellen Wettbewerb "Schüler experimentieren", den die Universität Regensburg ausrichtete, in der Juniorsparte von "Jugend forscht" durch. 75 Regionalsieger aus ganz Bayern stellten in allen Sparten 49 Projekte vor, darunter viele ausgetüftelte Geräte und naturwissenschaftliche Untersuchungen, die eine Fachjury zu bewerten hatte.

MBG-Schüler Alexander Ritschel baute in Heimarbeit einen Raumlüftungsberater, der mit einem elektronischen CO2- Sensor und einem Temperaturfühler auf die Qualität der Luft in einem Klassenzimmer schließt und auf einem Display Lüftungsempfehlungen gibt, was in Coronazeiten ganz wichtig ist, "Mit der CO₂ - Konzentration steigt auch die Menge der Aerosole in einem Raum und damit die Infektionsgefahr", erläuterte der Achtklässler, der sich zuerst über die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und arbeitsrechtliche Vorgaben informiert hatte. Daher berücksichtigt die Elektronik die Raumtemperatur und empfiehlt bei zu viel CO₂ zu lüften oder aber den Raum zu verlassen, falls es zu kalt ist, um beim Lüften im Klassenzimmer zu bleiben.

Mit diesem Konzept hatte Landessieger Ritschel Anfang März bereits den Regionalwettbewerb für sich entschieden. Bis zum Landeswettbewerb erweiterte er seinen Raumlüftungsberater um ein WLAN-Modul. Damit wird es möglich, die Daten auf einer von ihm programmierten Webseite anzuzeigen. Zudem kann nun von verschiedenen Plattformen auf die Daten zugegriffen werden. Die erfassten Daten werden in einer Datenbank gespeichert, um die Auswertung zu automatisieren. Zwei Messdurchgänge zeigten die Qualität des Projekts. Unter Realbedingungen wurden durch die elektronische Beratung die CO₂ -Werte deutlich unter dem kritischen Niveau gehalten. Die Jury lobte die große Motivation des Germeringer Schülers und kürte ihn zum bayerischen Landessieger im Bereich "Arbeitswelt".

"Bei einem so selbständig arbeitenden Schüler wie Alexander Ritschel wächst mit jedem Entwicklungsschritt seines Projekts das Selbstvertrauen, etwas positiv beeinflussen zu können", lobte der Physiklehrer Eckart Werner-Forster. Er ist auch Leiter des Wahlunterrichts "Jugend forscht". Auch der Germeringer Schulleiter Robert Christoph zeigte sich beeindruckt: "Ich bin sehr stolz auf Alexander und auch auf die Lehrkräfte der Mint-Fächer an unserer Schule, denen es immer wieder gelingt, junge Leute für naturwissenschaftliche Fragestellungen zu begeistern. Es ist schön, dass wir auch in diesem so besonderen Schuljahr die erfolgreiche Wettbewerbskultur am Max-Born-Gymnasium fortsetzen konnten."

Weitere Infos finden sich im Internet auch unter https://www.jugend-forscht-bayern.de.

© SZ vom 10.05.2021
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