Germering:Ausbeuterische Textilindustrie

"Faire Woche" in Germering will auf menschenunwürdige Arbeitsbedingungen aufmerksam machen

Von Johanna Haas, Germering

Seit vergangenem Freitag findet bundesweit die "Faire Woche" statt. Auch die Stadt Germering macht mit - unter dem Mott "fairhandeln für Menschenrechte weltweit" bietet die Stadt bis zum Freitag, 24. September, zahlreiche Veranstaltungen an. Sie beschäftigen sich alle mit einem wichtigen Thema: menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Weil immer noch Millionen Menschen weltweit unter unwürdigen und gefährlichen Arbeitsbedingungen leiden und ausgebeutet werden, möchte die Stadt aufklären. Dafür stellen verschiedene Einrichtungen ihre Räumlichkeiten zur Verfügung - ein faires Frühstück im "Weltoffenen Laden", ein Vortrag zu fairen Geldanlagen oder Veranstaltungen rund um die "Fast Fashion" werden angeboten.

Am Dienstag, 14. September, startet ein Vortrag über faire Geldanlagen. Walter Ulbrich beantwortet von 20 Uhr an die Fragen, wo, wofür und wie man sein Geld anlegen sollte. Bei dieser Veranstaltung erfahren die Zuhörer, wie man mit dem eigenen Geld die Nachhaltigkeit fördert und den fairen Handel stärkt.

Am Mittwoch, 15. September geht es weiter mit Roland Schmid. Der Mitarbeiter der Stadtwerke gibt eine Führung durch die Anlagen der Germeringer Wasserversorgung. Außerdem erfahren die Besucher von 14 Uhr an mehr über die hohe Trinkwasserqualität.

Ein weiterer Vortrag findet am Donnerstag, 16. September, statt. Referentin Stefanie Pockrandt-Gauderer spricht in ihrem Vortrag über die kontroverse Fast-Fashion. Außerdem geht sie auf die Naturfasern und die neusten technischen Errungenschaften in der Textilindustrie ein.

Die Ausstellung "Malaktion Kinderrechte" findet am Freitag, 17. September, statt. An der Westfassade der Stadtbibliothek werden die Kunstwerke der Malschulkinder präsentiert. Mit der Unterstützung von Margherita Moroder haben sich die kleinen Kinder mit ihren persönlichen Kinderrechten oder mit denen der Kinder im globalen Süden auseinandergesetzt. Beginn ist um 14 Uhr.

Am Dienstag, 21. September, von 13 Uhr an, gibt es eine Führung durch die Abwasseranlagen in Geiselbullach. Marianne Kaunzinger vom Amperverband beantwortet die Frage, was mit unserem Abwasser passiert. Denn das schmutzige Abwasser wird in Geiselbullach qualitativ hochwertig gereinigt und wiederverwendet. Das ist ein Prozess, der in vielen Teilen der Welt unvorstellbar ist.

Bangladesch ist bekannt für seine Textilindustrie und die "Fast Fashion" - Arbeiter kämpfen seit Jahren für faire Bedingungen. Leonhard Barlag vom Verein "Netz Bangladesch" berichtet am Mittwoch, 22. September, von den Erfahrungen der Menschen im Nordwesten des Landes, ihren Herausforderungen und Erfolgen. Im Anschluss an die Veranstaltung bietet der Referent zudem Raum für Austausch und Diskussion an.

Weiter geht die Faire Woche mit einer ökonomischen Andacht unter freiem Himmel. Pastoralreferent Christian Kube und Vikarin Alexandra Ryll gehen der Frage: "Was würde es dem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt?" nach.

Um die Faire Woche Revue passieren zu lassen, lädt der "Weltoffen Weltladen" am Samstag, 25. September, zu einem "Fairen Abschluss-Frühstück" ein. Von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr soll bei einem gemütlichen Frühstück reflektiert werden - was man Neues erfahren hat, welche Schlüsse man daraus zieht und ob man etwas ändern wird.

Weitere Informationen zum Programm und den genauen Terminen unter www.germering.de/fairewoche

© SZ vom 14.09.2021
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