Germering Anregungen für Senioren

40-Jahr-Feier des Seniorentreffs mit Pfarrer Michael Lorenz (von links), Gesine Christiansen, Karin Korten und Helmut Ankenbrand.

(Foto: Carmen Voxbrunner)

Bei 40-Jahr-Feier des Treffs der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche wird dessen Leiterin verabschiedet

Von Moritz Glas, Germering

So sehr man es sich manchmal auch wünschen würde, man wird nicht jünger. Älter werden heißt allerdings nicht, dass man keinen Spaß mehr haben kann oder dass man nur noch alleine herumsitzen muss. In Germering trägt der Seniorentreffpunkt der evangelischen Dietrich-Bonhoeffer-Kirche unter der Leitung von Gesine Christiansen dazu bei, dass der älteren Generation nicht langweilig wird. Nun wurde Christiansen nach zehnjährigem Engagement als Leiterin abgelöst. Dass ihre Verabschiedung zeitlich mit dem vierzigjährigen Bestehen des Treffs zusammenfällt, ist Zufall. Am Dienstag gab es zu beiden Anlässe eine gemeinsame Feier im Gemeindesaal des Pfarrzentrums.

Weihnachtlich geschmückte Tische mit Plätzchen, Stollen und Lebkuchen laden die etwa 60 Senioren dazu ein, den 40. Geburtstag ihres Treffpunktes mit Kaffee und Sekt zu feiern. Die musikalische Untermalung für die Feier kommt von einer Gitarre und einer Zitter. Auch die erste Leiterin des Seniorentreffpunkts, Liselotte Karotz, mischt sich unter die Gäste. Wie jede andere Leiterin brachte auch sie ihren eigenen Stil mit ein, weshalb sie den Mitgliedern wegen einer ganz bestimmten Sache in Erinnerung blieb. Bei Karotz waren es die sommerlichen Grillfeste, wie einige der Anwesenden beschreiben.

"Ich bin immer gerne her gekommen, außer heute. Normalerweise stand immer das Programm im Mittelpunkt der Veranstaltung und nicht eine konkrete Person", sagt die 72-Jährige nun ehemalige Leiterin Christiansen. "Dass es nun anders herum ist, macht mich ein bisschen verlegen", fügt sie noch schmunzelnd hinzu. Christiansen war die dritte Leiterin des Seniorentreffs. "Vor allem ihre niveauvollen Vorträge zeichneten sie aus", merkt Pfarrer Michael Lorenz an. "Die meisten davon hielt sie selbst zu kulturellen Themen wie Literaten, Malern oder Musikern. Manchmal lud sie aber auch externe Referenten ein. So konnte auch ich selbst einen Vortrag über Jerusalem vor den Senioren halten", fügt er noch hinzu. Dieses Konzept will ihre Nachfolgerin Karin Korten fortsetzen. Die Themen für die ersten beiden Vorträger stehen schon fest. Den Anfang will sie selbst mit einem Vortrag über Istanbul machen. Dort hat die ehrenamtliche Helferin nämlich länger als fünf Jahre gewohnt. Der Februarvortrag soll dem Karneval in Venedig gewidmet werden. Was danach kommt, ist sich die 51-Jährige selbst noch nicht ganz sicher. Auf jeden Fall will sie für "frischen Wind" sorgen, damit den Senioren nicht langweilig wird.

"Wir werden Gesine auf jeden Fall vermissen. Sie konnte uns immer viel Wissenswertes erzählen. Wir sind uns aber sicher, ihre Nachfolgerin wird der Aufgabe hervorragend gewachsen sein und uns gut unterhalten", bemerkt eine ältere Dame noch abschließend.