Gastronomie Für Liebhaber der Currywurst

"Habe die Bratwurst" lautet das Motto von Sandra Fischer. Seit drei Jahren brät sie im Imbisswagen am Viehmarktplatz.

(Foto: Carmen Voxbrunner)

Sandra Fischer sucht Nachfolger für den ältesten Würstlstand in der Stadt

Von Erich C. Setzwein, Fürstenfeldbruck

Wer in seiner Mittagspause gerne den Imbiss von Sandra Fischer auf dem Fürstenfelbrucker Viehmarktplatz besucht, den treibt derzeit die Frage um: "Wie lange noch?" Eine Frage, wie sie Sandra Fischer nun häufiger gestellt wird, weil sie sich seit einigen Wochen mit dem Gedanken trägt, ihren Imbisswagen aufzugeben. Normalerweise würden es Stammgäste kurz bedauern und sich dann nach einem anderem Imbiss umsehen, doch es ist Brucks ältester Würstlstand, um den es da geht.

"Es geht nicht mehr", sagt Sandra Fischer, und die stabilisierende Schiene am linken Handgelenk lässt auf den ersten Blick vermuten, dass sie gesundheitliche Probleme hat. "Es ist eine chronische Sehnenscheidenentzündung, die ich nicht wegbekomme, wenn ich jeden Tag die Kisten mit den Lebensmitteln und die Getränke schleppe und den Wagen putze", sagt die 43-Jährige aus Mittelstetten. Nach Weihnachten und einer "Zwangspause über den Winter" habe sie sich entschlossen, einen Nachfolger zu suchen. Mit einem Interessenten habe sie zwar schon gesprochen, aber noch keine feste Zusage bekommen.

In diesen Tagen werden es drei Jahre sein, dass Sandra Fischer den Imbiss von Fritz Rosenberger übernommen hatte. Auch der langjährige Würstlbrater hatte gesundheitliche Probleme, die ihn zum Aufgeben zwangen. Fischer, die zuvor in einer Firma für Gastro-Geräte in München gearbeitet hatte, übernahm den Imbisswagen, besorgte sich eine Gaststättenkonzession und machte mit der Stadt Fürstenfeldbruck einen Pachtvertrag für die paar Quadratmeter am Viehmarktplatz, auf denen der Anhänger steht. Die Stadt vergibt die Pacht dort immer für ein Jahr.

Sandra Fischer geht es um mehr als nur um den Verkauf ihres Imbisswagens. Es gehe ihr, sagt sie, um die Stammgäste, "die Leute vom Viehmarktplatz". Als Idealbesetzung fände sie ein Paar, das sich für die Gastronomie interessiert, mit Menschen gut kann und Spaß an der Zubereitung von Lebensmitteln hat. Ob es nun eine Thüringer Rostbratwurst in der Semmel ist oder die klassische Currywurst mit Pommes - all das muss bestellt oder selbst eingekauft und schmackhaft zubereitet werden.

"Ich würde meine Nachfolger gerne einarbeiten und ihnen meine Erfahrungen aus den vergangenen drei Jahren schildern", sagt die Imbissbudenbesitzerin. Dazu gehöre, in der Zeit des Adventsmarkts die ausreichenden Mengen an Grundprodukten zu besorgen und sich für besondere Veranstaltungen der Stadt auf dem Platz vorzubereiten. Aber sie kann auch erzählen, wie es ist, wenn man sich mit einem Imbiss selbständig macht und unter welchen Bedingungen dort gearbeitet wird. "Man muss wetterfest sein," sagt sie, "und man muss auch den Fettgeruch aushalten können." Bis sie einen Käufer gefunden hat, will sie weitermachen, montags bis freitags von elf bis 17 Uhr: "Mir ist nie langweilig geworden.