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Fürstenfeldbruck:Polizei ehrt Schutzengel

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Lebensretterin Franzi wird von Klaus Meissner und Nina Vallentin auf der Fürstenfeldbrucker Polizeiinspektion ausgezeichnet.

(Foto: Polizei Fürstenfeldbruck)

Zwölfjährige rettete Mädchen im Brucker Hallenbad das Leben

"Manchmal heißen Schutzengel Franzi und sind zwölf Jahre alt." Mit dem Satz endet der Polizeibericht über die offizielle Danksagung an die Lebensretterin namens Franzi, die am ersten Januarsamstag in der Brucker Amper-Oase ein bewusstloses Mädchen vom Boden des Schwimmbeckens hochgetaucht hatte. Für diese beherzte Hilfe überreichte Nina Vallentin, Leiterin der Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck, im Namen der Stiftung "Bürger-Polizei" einen Gutschein und eine Urkunde. Der Badeunfall am 4. Januar ereignete sich gegen 18.15 Uhr. Im tiefen Schwimmerbecken schwammen und planschten zwei Freundinnen, sie tauchten sich dabei auch gegenseitig spielerisch unter. Beide Mädchen sind gute Schwimmerinnen, doch dann kam es offenbar zu einem Missverständnis. Während die eine Luft holen wollte tauchte sie die andere erneut unter, so dass ihre Freundin eine große Menge Wasser schluckte und bewusstlos auf den Beckenboden sank. Weder Bademeister noch Badegäste, welche zum Teil unmittelbar am Beckenrand vorbeigingen, erkannten die Dramatik der Situation. Zwar tauchte ihre Freundin nach ihr, konnte sie aber nicht vom Beckenboden hochholen. Nur Franzi bemerkte den Ernst der Lage sofort. Auch sie war mit einer Freundin im Schwimmerbecken, sie übten dort, einen schweren Ball vom Beckengrund hoch zu tauchen. Als Franzi hinuntertauchte, entdeckte sie den leblosen Körper und brachte ihn sofort an die Luft. Das Mädchen kam per Hubschrauber in eine Münchner Klinik. Es hat keine Folgeschäden davongetragen.

© SZ vom 24.01.2020 / alin
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