bedeckt München

Polarexpedition:Programmieren im ewigen Eis

Theresa Thoma verlässt die Neumayer-Station III regelmäßig.

(Foto: Markus Baden; Alfred-Wegener-Institut)

Theresa Thoma aus Fürstenfeldbruck ist für die IT-Systeme einer Forschungsstation in der Antarktis zuständig. Mehr als ein Jahr lang wird sie dort arbeiten. Ein Gespräch über Pinguinküken, Teamfähigkeit und die größten Gefahren im Eis.

Interview von Stefan Salger

Schnee, soweit das Auge reicht. Theresa Thoma, 26, ruft wie vereinbart an einem Nachmittag zurück. Sie meldet sich nicht aus dem Elternhaus in ihrer Heimatstadt Fürstenfeldbruck, sondern Luftlinie um die 15000 Kilometer entfernt aus dem nord-östlichen König-Maud-Land im Weddell-Meer, genauer von der Atka-Bucht der Prinzessin-Martha-Küste - gut 2000 Kilometer vom Südpol entfernt. Die junge Frau ist nach vierwöchiger Reise mit dem Eisbrecher Polarstern im Januar auf der Neumayer-III-Forschungsstation angekommen. Sie gehört dem zehnköpfigen Überwinterungsteam an und wird etwas mehr als ein Jahr im ewigen Eis verbringen. Die IT-Expertin ist eher durch Zufall zu diesem ungewöhnlichen Job gekommen. Das Beste: Mindestabstand und Mundschutz sind hier kein Thema. Das Interview wird über eine Satellitenverbindung geführt, Theresa Thoma genießt derweil den Ausblick auf ein paar mächtige Eisberge.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Mordfall Greta  - Prozess gegen Erzieherin
Gerichtsprozess im Fall Greta
"Helft mir, ich krieg Greta nicht wach"
Virus-stricken Dutch cruise ship expected to reach Florida's coasts after stand-off over permission to dock
USA
Wie das Coronavirus Amerika infizierte
Wirecard
Catch me if you can
Close-up of thoughtful mid adult woman at home seen through window model released Symbolfoto property released UUF21301
Psychologie
"Immunabwehr hängt sehr stark vom seelischen Zustand ab"
Baron Peter Piot
Epidemiologie
Der Virenjäger
Zur SZ-Startseite