An mehreren kleinen Wertstoffhöfen im Landkreis Fürstenfeldbruck wird es keine Papiercontainer mehr geben. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Fürstenfeldbruck (AWB) begründet dies mit einer „erhöhten Brandgefahr durch Papier, Pappe und Kartonagen“. In der Vergangenheit war es zu zahlreichen, wahrscheinlich vorsätzlich gelegten Bränden gekommen.
2025 brannte es an 18 Wertstoffhöfen. Die Serie setzt sich in diesem Jahr mit sechs weiteren Bränden fort. Zuletzt wurde am Samstag, 16. Mai, im kleinen Wertstoffhof an der Schloßbergstraße in Mammendorfer Ortsteil Nannhofen Feuer gelegt.
In einer Pressemitteilung des AWB heißt es, man habe auf Grundlage einer „umfassenden Bewertung der Standorte unter sicherheitstechnischen, baulichen und organisatorischen Gesichtspunkten“ entschieden. Vor allem der Abstand zu angrenzenden Wohn- oder Nebengebäuden sei dabei wichtig gewesen: „Um das Risiko eines Übergreifens von Flammen auf Nachbargrundstücke zu reduzieren, werden die Papiercontainer an diesen Standorten sukzessive abgezogen.“
Im Einzelnen sind folgende kleine Wertstoffhöfe betroffen: in Fürstenfeldbruck an der Siechfeldstraße; in Germering an der Ecke Krieger- und Lerchenstraße sowie an der Ecke Wald- und Zeusstraße; in Gröbenzell an der Kreuzung Graßlfinger- und Akeleistraße; in Moorenweis am Rathaus; in Olching in der Wittelsbacher Allee und an der Gröbenzeller Straße in Graßlfing; in Puchheim an der Ecke Lager- und Rainerstraße.
Die Sammlung von Glas, Dosen und Altkleidern wird an den betroffenen Standorten fortgeführt. Soweit es die örtlichen Verhältnisse zulassen, wird das Angebot in diesen Bereichen teilweise sogar erweitert, um die vorhandenen Flächen sinnvoll zu nutzen, heißt es.
Und was machen die Leute, die bislang ihr Papier zu den kleinen Wertstoffhöfen gebracht haben? Sie sollen künftig auf die großen Wertstoffhöfe ausweichen oder sich eine kostenlose blaue Papiertonne zulegen, rät der AWB Fürstenfeldbruck.


