Fürstenfeldbruck:Mehr Platz für Blühflächen

Fürstenfeldbruck: Zum Parkplatz wird die Ochsenwiese bisher bei Großveranstaltungen im Veranstaltungsforum Fürstenfeld.

Zum Parkplatz wird die Ochsenwiese bisher bei Großveranstaltungen im Veranstaltungsforum Fürstenfeld.

(Foto: Privat)

Brucks ÖDP will Parken auf der Ochsenwiese untersagen

Vor ziemlich genau zwei Jahren hat der bayerische Landtag - als Ergebnis des Bienen-Volksbegehrens - die Änderung des bayrischen Naturschutzgesetzes auf den Weg gebracht. Die Stadt hat sich ebenfalls zum Ziel gesetzt, eine "bienenfreundliche Kommune" zu werden, seitdem entstanden unter anderem an Straßenrändern einige Blühflächen. Die Brucker ÖDP-Fraktion beantragt nun, zwei große städtische Flächen in den Blick zu nehmen: die knapp drei Hektar große "Ochsenwiese" zwischen Bahnhof und Kloster und die gut zwei Hektar große Grünfläche westlich des Willy-Buchauer-Rings.

Die Ochsenwiese ist aktuell verpachtet mit der expliziten Auflage, sie als Parkplatz für Großveranstaltungen im Veranstaltungsforum zur Verfügung zu stellen. Eine Großveranstaltung - die Gartentage - findet zwischen Mitte Mai und Anfang Juni statt, sodass die Wiese zum einen zu früh gemäht werden muss, um richtig zum Blühen zu kommen und zum anderen danach so "plattgeparkt" werde, dass sie sich erst Monate später einigermaßen erholt hat, schreiben Alexa Zierl und Dieter Kreis.

In den letzten zwei Jahren gab es keine Großveranstaltungen. Die Ochsenwiese konnte sich erholen und zeigt, was hier möglich wäre. "Wir beantragen daher, den Pachtvertrag zu ändern und das Parken auszuschließen, sodass die Wiese zum Beispiel über mehrere Jahre im bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm angemeldet werden kann." Mit den dadurch entstehenden Mehreinnahmen könne die Stadt Ersatzmaßnahmen für den Wegfall der Parkplätze finanzieren, zum Beispiel einen kostenlosen Shuttle-Service vom Volksfestplatz und anderen größeren Parkplätzen, einen Bollerwagen-Verleih oder einen Einkaufs-Lieferservice zum Parkdeck an der Oskar-von-Miller-Straße - und damit gleichzeitig ein Zeichen für nachhaltige Mobilität setzen.

Die Grünfläche am Willy-Buchauer-Ring wird zurzeit häufig und kurz gemäht, sodass sie gut zum Fußballspielen geeignet ist. Sie wird auch von Familien aus der Nachbarschaft rege genutzt. Am westlichen Rand jedoch steigt das Gelände in mehreren "Buchten" an. Hier wäre Zierl und Kreis zufolge Platz für eine insektenfreundliche Bepflanzung.

© SZ vom 04.08.2021 / slg
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