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Fürstenfeldbruck/Landsberg:Bürger gegen Sparkassenfusion

Landsberger Stadtrat muss sich mit Versammlungsvotum beschäftigen

Der Protest, der sich in Landsberg gegen die geplante Fusion der Sparkassen Fürstenfeldbruck, Dachau und Landsberg-Dießen formiert, wird immer lauter. Nun muss sich der Landsberger Stadtrat mit einem deutlichen Bürgervotum befassen. Mit 38 zu 7 Stimmen lehnten die Teilnehmer einer Bürgerversammlung am vergangenen Donnerstag die Fusion ab. Wie der Sparkassen-Kritiker und Initiator einer Petition gegen die Fusion Rainer Gottwald mitteilt, habe "der Oberbürgermeister als Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse zu Beginn der Bürgerversammlung ein glühendes Plädoyer für die Fusion gehalten". Laut Gottwald ist es bayernweit das erste Mal, dass eine Bürgerversammlung ein Sparkassenthema aufgreift. Bisher sei dieses Thema nur in Verwaltungsrat, Sparkassenvorstand, Stadt- oder Gemeinderat behandelt und beschlossen worden. Der Landsberger Stadtrat muss sich innerhalb der nächsten drei Monate mit dem Bürgerantrag befassen. Die Petition der Fusionsgegner hat bisher 253 Unterzeichner. Dachau als stärkste der drei Sparkassen hat wohl am wenigsten zu befürchten. Kritiker warnen vor Stellenabbau und Identitätsverlust.

© SZ vom 27.03.2018 / vg
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