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Fürstenfeldbruck:Kreis will sich für 365-Euro-Ticket einsetzen

Ein 365-Euro-Ticket für Schüler und Auszubildende im MVV-Gebiet steht am 6. Dezember auf der Tagesordnung der Gesellschafterversammlung des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds. Sollte die einen positiven Beschluss fassen, wird das Thema im Frühjahr auch in den acht Verbundlandkreisen, zu denen auch der Kreis Fürstenfeldbruck zählt, behandelt werden. Wenn - wie schon bei der jüngsten Tarifreform - die Kreistage aller Landkreise und der Stadtrat von München zustimmen, könnte das 365-Euro-Ticket schon zu Beginn des Schuljahres 2020/21 eingeführt werden.

Ein 365-Euro-Ticket für alle, die den Nahverkehr im Großraum München nutzen wollen, ist indes noch nicht so weit. Die Bundesregierung hatte im Rahmen ihres Klimapakets beschlossen, zusätzliche zehn Modellprojekte zur Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu unterstützen, etwa durch die Einführung eines 365-Euro-Tickets. Der Landkreis will sich nun dafür einsetzen, dass das MVV-Gebiet in den Genuss einer solchen Förderung kommt. Dies beschloss der Umweltausschuss des Kreistags einstimmig in seiner jüngsten Sitzung und nahm damit einen Antrag der SPD-Fraktion auf. Für Andreas Magg (SPD), Bürgermeister von Olching und auf Kreisebene Verkehrs- und ÖPNV-Referent, würde ein 365-Euro-Ticket "mehr Leute dazu bewegen", öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Hierbei gehe es auch darum, Einstiegshürden zu reduzieren. Dies sei ähnlich wichtig wie ein gutes Angebot mit hoher Taktung sowie die Zuverlässigkeit und Planbarkeit des ÖPNV-Angebots.

© SZ vom 02.12.2019 / baz

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