Kommunalwahl 2026AfD stellt Landratskandidaten in Fürstenfeldbruck auf

Peter Banholzer, hier 2024 bei einer Veranstaltung seiner Partei in Gröbenzell, soll für die AfD das Fürstenfeldbrucker Landratsamt erobern.
Peter Banholzer, hier 2024 bei einer Veranstaltung seiner Partei in Gröbenzell, soll für die AfD das Fürstenfeldbrucker Landratsamt erobern. Leonhard Simon

Der Diplom-Betriebswirt und Immobilienmakler Peter Banholzer bewirbt sich für die Rechtspopulisten um das höchste Amt im Landkreis.

Im Landkreis Fürstenfeldbruch gibt es einen weiteren Herausforderer für Landrat Thomas Karmasin (CSU): Der AfD-Kreisverband Fürstenfeldbruck hat bekanntgegeben, man habe Peter Banholzer zum Kandidaten für die Landratswahl im März 2026 nominiert. Er tritt neben Karmasin auch gegen Ronja von Wurmb-Seibel (Grüne), Andreas Magg (SPD), Stefan Weinberger (Freie Wähler) und Christian Holdt (ÖDP) an.

Derzeit hat die AfD einen von 70 Sitzen im Kreistag, von den ursprünglich drei Kreisräten sind im Laufe der Wahlperiode zwei zur Werte-Union übergelaufen. Banholzer war für die AfD bereits bei einer Wahl angetreten, 2023 war er Direktkandidat für den Landtag im Wahlkreis Fürstenfeldbruck-Ost und holte 9,8 Prozent. Die Gesamtpartei kam damals in beiden Brucker Wahlkreisen auf jeweils 9,9 Prozent. Als Ziel für die Kreistagswahl 2026 hat die Partei 18 Prozent und 13 Sitze ausgegeben.

„Peter Banholzer erkennt ein Vorbild in Fürstenfeldbrucks Partnerlandkreis Greiz in Thüringen“, heißt es in der Pressemeldung der AfD: „Dort wurde im Bereich Asyl beispielsweise erfolgreich die Bezahlkarte eingeführt, um Missbrauch durch Wirtschaftsmigration zu stoppen.“ Tatsächlich hat der Landkreis Fürstenfeldbruck als einer der ersten solche Karten bereit im März 2024 ausgegeben. Außerdem will die AfD nach eigenem Bekunden Bund und Land stärker in die Pflicht nehmen, Aufgaben, welche sie den Kommunen übertragen, auch zu bezahlen.

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Asylbewerber im Landkreis Fürstenfeldbruck
:Auch nach einem Jahr bleibt die Bezahlkarte umstritten

Fürstenfeldbruck war im März 2024 einer der Pilot-Landkreise bei der Einführung der Bezahlkarte für Asylbewerber. Gut ein Jahr später haben sich die Geflüchteten offenbar mit dem neuen System arrangiert. Aber hat es auch den gewünschten Effekt? Die Antwort hängt davon ab, wen man fragt.

SZ PlusVon Peter Bierl

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