Erste Hilfe10 000 Einsätze in 37 Jahren

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En letztes Mal Schulter an Schulter im Notarztwagen: Klaus Krieger (vorne) wird von Daniel Wachter, dem Sprecher der Malteser-Notarztgruppe, verabschiedet.
En letztes Mal Schulter an Schulter im Notarztwagen: Klaus Krieger (vorne) wird von Daniel Wachter, dem Sprecher der Malteser-Notarztgruppe, verabschiedet. (Foto: Julia Krill, Malteser)

Klaus Krieger war im Landkreis Fürstenfeldbruck der dienstälteste Notarzt der Malteser. Nun wurde er in den Ruhestand verabschiedet.

Von Stefan Salger, Gröbenzell

In 37 Jahren spulte er bei Wind und Wetter, tags und nachts mehr als 10 000 Einsätze ab, reanimierte Unfallopfer oder sprach Menschen in Notlagen auch einfach gut zu. Klaus Krieger, 68, dienstältester Helfer der in Gröbenzell ansässigen Notarztgruppe für den Landkreis Fürstenfeldbruck, wurde zum Jahreswechsel von seinen Kolleginnen und Kollegen in den Ruhestand verabschiedet. Bereits seit fünfzig Jahren ist der in Olching wohnende Klaus Krieger Mitglied der Hilfsorganisation.

Zu den Maltesern kam er in den Siebzigerjahren, als sich der damalige Planegger nach dem Gymnasium für zehn Jahre als Sanitäter im Katastrophenschutz verpflichtete. Nach dem Medizinstudium ließ er sich als Anästhesist im Landkreis Fürstenfeldbruck nieder. Der Mediziner konnte einer Mitteilung der Malteser zufolge die Professionalisierung der Notfallrettung beobachten, vor allem die „bessere Strukturierung der Logistik und des medizinischen Vorgehens im Team“ sowie die bayernweit einheitliche Ausstattung der Notarzteinsatzfahrzeuge.

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Fast vier Jahrzehnte mit Blaulicht meistens zu schweren Einsätzen fahren und nicht wissen, was auf einen zukommt – was hat den erfahrenen Notfallmediziner am meisten an dieser herausfordernden Arbeit gereizt? „Die Vielseitigkeit“, sagt Krieger. Denn jeder Einsatz sei anders gewesen, genauso wie die Lebenssituation der Betroffenen. Allein im vergangenen Jahr wurden die Malteser 3058 Mal für Notarzteinsätze im Landkreis Fürstenfeldbruck angefordert. 341 Mal war Krieger dabei, in 76 Schichten.

Im Landkreis Fürstenfeldbruck stellen die Malteser der Notarztgruppe ihr Einsatzfahrzeug mit medizinischem Equipment wie Beatmungsgerät, Defibrillator oder Perfusor zur Verfügung. Ein Rettungs- oder Notfallsanitäter sitzt am Steuer des Fahrzeugs, damit Notarzt oder Notärztin sich zu hundert Prozent auf die medizinische Versorgung des Patienten konzentrieren können. Die Notarztgruppe des Landkreises, der derzeit 14 Ärztinnen und Ärzte angehören, hält eine 24 Stunden-Bereitschaft an 365 Tagen im Jahr vor. Im Schnitt rücken die Malteser Notärzte täglich zwischen acht- und zehnmal aus.

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