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Fürstenfeldbruck:Karmasin und Raff gedenken der NS-Opfer

Landrat Thomas Karmasin und Oberbürgermeister Erich Raff legen am Mittwoch, 27. Januar, ein Blumengesteck am Mahnmal Dachauer/Ecke Augsburger Straße nieder, um der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Das Mahnmal erinnert an den Todesmarsch von KZ-Häftlingen aus Dachau, die im April 1945 durch Fürstenfeldbruck getrieben wurden. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie könne der jährliche Gedenktag nicht wie gewohnt stattfinden, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Landratsamt. Normalerweise seien Schulklassen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft zugegen. Stattdessen werden Mitglieder des Arbeitskreises Mahnmal in kleinem Rahmen zusammen mit Karmasin und Raff an die Opfer erinnern. Dennoch ist die Bevölkerung dazu eingeladen, am Mahnmal innezuhalten und dort zur Erinnerung Steine oder Blumen zu hinterlassen.

Auch die Kreistagsfraktion der Grünen ruft dazu auf, am Mahnmal für die Todesmärsche zum Gedenken Steine oder Blumen niederzulegen. Die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus müsse öffentlich wachgehalten werden, heißt es in einer Mitteilung. Denn jeden Tag geschähen in Bayern fünf rechtsextreme Straf- und Gewalttaten. Ausgrenzung von Minderheiten, Rassismus, Antisemitismus, Hass auf Homosexuelle - dies alles ist nach Aussage der Grünen nicht "Nazi-Geschichte", sondern aktuelle Realität. Das Gedenken an die Opfer das Nationalsozialismus und der Kampf gegen Hass und Hasskriminalität gehören für die Fraktion eng zusammen.

© SZ vom 25.01.2021 / elde
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