Für den Landkreis Fürstenfeldbruck:Warnung vor Hochwasser

Für den Landkreis Fürstenfeldbruck: Noch ist unklar, wie hoch die Amper - hier in Fürstenfeldbruck - bei schmelzenden Schneemassen steigen wird. Das Wasserwirtschaftsamt hat mal eine Vorwarnung vor Hochwasser herausgegeben.

Noch ist unklar, wie hoch die Amper - hier in Fürstenfeldbruck - bei schmelzenden Schneemassen steigen wird. Das Wasserwirtschaftsamt hat mal eine Vorwarnung vor Hochwasser herausgegeben.

(Foto: Carmen Voxbrunner)

Wasserwirtschaftsamt erwartet aufgrund von Regen und Schmelzwasser stark ansteigende Pegel.

Von Peter Bierl, Fürstenfeldbruck

Eine Hochwasser-Vorwarnung hat das Wasserwirtschaftsamt München (WWA) für den Landkreis herausgegeben. Grund: Am Wochenende soll es regnen und die höheren Temperaturen werden den Schnee abschmelzen lassen. Ein weiteres Problem könnte werden, dass die Gullys in den Straßen durch das Wasser volllaufen.

Betroffen sind vor allem jene Kommunen, in denen der Grundwasserstand ohnehin hoch ist, weil es sich um frühere Moorgebiete handelt, also in Eichenau, Gröbenzell sowie Teilen von Olching und Puchheim. Aber auch an der Amper und Glonn, am Starzel- und Gröbenbach können die Pegel durch Schmelzwasser und Regen steigen.

"Wir können nicht sagen, ob es zu einem Hochwasser kommt, es ist in der Schwebe", sagt Florian Klein, der stellvertretende Leiter des WWA. Mit einem deutlichen Anstieg der Pegel rechne man erst Anfang bis Mitte nächster Woche, so Klein zur SZ. Die Behörden, die Feuerwehren und die Bürger sollten jedenfalls wachsam sein.

Im Landkreis beobachten Kreisbrandrat Christoph Gasteiger, die Integrierte Rettungsleitstelle sowie die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt die Entwicklung der Lage. "Wir sind vorgewarnt, aber ich habe keine großen Bedenken. Es wird vom Regenfall abhängen und der kann regional sehr unterschiedlich ausfallen", sagt Gasteiger. Deshalb müssten auch keine Feuerwehrleute das Wochenende in Bereitschaft verbringen.

Einige tausend Sandsäcke gelagert

Sollte sich die Lage verschärfen, etwa auch in angrenzenden Landkreisen, werde man "proaktiv tätig werden", sagt Gasteiger. Der Landkreis verfüge über ein Notfalllager, in dem einige tausend Sandsäcke lagerten, außerdem seien eine Abfüllanlage und mehrere tausend leere Säcke vorhanden

In Gröbenzell bleiben Schulturnhallen wegen der schweren Schneelast bis auf Weiteres gesperrt, ebenso die Sporthallen des Freizeitgeländes in der Wildmoosstraße bis einschließlich Sonntag. Aufgrund des wärmeren Wetters sei die Schneelast jetzt sogar höher als vor einer Woche, die Dächer saugten sich wie ein Schwamm mit Wasser voll, teilte die Pressesprecherin der Gemeinde Gröbenzell mit. Auch die Tiefgarage in der Rathausstraße 5 ist gesperrt. Grund sind ebenfalls die Witterungsverhältnisse. Dort sammelt sich immer mehr Tauwasser aufgrund der milderen Temperaturen.

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