bedeckt München 16°

Fürstenfeldbruck:Hilfe beim Waldumbau

Spendenübergabe: Andreas Wohlmann von den Stadtwerken übergibt Anna-Marie Huber Weißtannen-Setzlinge für den Forst, den sie bewirtschaftet.

(Foto: Stadtwerke Fürstenfeldbruck)

Brucker Stadtwerke spenden Weißtannen-Setzlinge

Die Initiative Zukunftswald wird fortgesetzt. So übergaben Vertreter der Stadtwerke jüngst 80 Setzlinge der Weißtanne an die Familie Huber, die im Raum Schöngeising Wald bewirtschaftet. Schon seit fünf Jahren engagiert sich der regionale Energieversorger für die Aufforstung der Wälder und für einen Waldumbau von der Monokultur zum Mischwald. Bei den Baumpflanzaktionen kooperiert das Unternehmen mit dem Forstamt.

Man fördere "Klimaschutz vor Ort", so Vertriebsleiter Andreas Wohlmann. Ein gesunder Wald binde als grüne Lunge das Kohlendioxid, produziere lebenswichtigen Sauerstoff, reinige Wasser und diene zudem als Wasserspeicher.

Anna-Marie Huber verwies auf die zunehmenden Wetterextreme, die dem Forst zusetzen. Den Fichtenbestand bedrohen zudem die Borkenkäfer. Sie dankte den Brucker Stadtwerken für die Hilfe beim Waldumbau. "Mit der Weißtanne haben wir bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Diese heimische Baumart ist sehr robust gegen den Klimawandel."

In diesem Jahr liegt der Fokus auf der Weißtanne. Der Nadelbaum eignet sich gut für klimatolerante Mischwälder. Sein tief reichendes Wurzelsystem macht ihn sturmfest und erschließt damit tieferliegendes Wasser, was wichtig in Trockenperioden ist. Als Jungpflanze kommt die Weißtanne gut mit Schatten zurecht. Sie kann daher bereits früh unter Altfichten gepflanzt werden, da sie vom Borkenkäfer, selten befallen wird. Dazu ist Tannenholz als Baumaterial begehrt.

2017 wurde das Gemeinschaftsprojekt "Zukunftswald" der Forstämter in Fürstenfeldbruck und Starnberg, Waldbesitzern sowie den Stadtwerken ins Leben gerufen. Fichtenbestände sollen mit klimastabilen Baumarten angereichert werden. Insgesamt wurden bereits mehr als 3500 Setzlinge gepflanzt.

© SZ vom 25.01.2021 / slg
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema