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Fürstenfeldbruck/Grafrath:Studium mit Tönen

Finn Bohn

Finn Bohn, 20-jähriger Student aus Fürstenfeldbruck, mit seinem bevorzugten Instrument, dem Horn

(Foto: privat)

Der Hornist Finn Bohn spielt am Sonntag in Sankt Rasso

Von Elisabeth Deml, Fürstenfeldbruck/Grafrath

Der 20-jährige Hornist Finn Bohn aus Fürstenfeldbruck gehört aktuell zu den begabtesten Nachwuchsmusikern der Region. Er musizierte in diversen Jugendorchestern, mit denen er bereits in Frankreich, Serbien, Polen und China konzertierte. Am kommenden Sonntag wird er den Gottesdienst in der Sankt-Rasso-Kirche in Grafrath gemeinsam mit dem Hornisten Maximilian Schellenberger musikalisch begleiten.

"Meine beiden Eltern spielen Streichinstrumente, ich komme sozusagen aus einer Musikerfamilie. Mit drei Jahren habe ich den Sohn einer befreundeten Familie Hornspielen gesehen, da hat es mich irgendwie gepackt", berichtet Bohn. Mit sechs Jahren erhielt er erstmals Hornunterricht, im Alter von 15 Jahren begann er bei Professor Johannes Hinterholzer als Jungstudent an der Hochschule für Musik und Theater in München zu studieren. Derzeitig führt er sein Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart bei Professor Christian Lampert fort. Hiervon erhofft er sich einen direkten Einstieg in das Berufsleben als Hornist.

Während der Corona-Pandemie findet der meiste Unterricht nicht in Präsenz statt, an ein gemeinsames Konzert sei momentan nicht zu denken, sagt Bohn. Sowohl Theorie- als auch Einzelstunden werden an der Hochschule online abgehalten.

Bohn widmet sich vor allem musikalischen Kompositionen der Romantik. "In dieser Epoche spielt das Horn die wichtigste Rolle", betont er und fügt hinzu: "Der Traum eines jeden Hornisten ist es, die großen Werke zu spielen." Hierbei ist die Rede von Komponisten wie Wilhelm Maler, Anton Bruckner oder Richard Wagner.

Bohn strebt eine Karriere in "einem der großen Sinfonieorchester" an, "im Bestfall in einer Solo-Horn-Position als erstes Horn". Ausreichend musikalische Erfahrung durfte der Musiker hierfür bereits in den verschiedensten Jugendorchestern sammeln, darunter das Jugendorchester der bayerischen Staatsoper, das Odeon Jugendsinfonieorchester, das Bayerische Landesjugendorchester sowie das Bundesjugendorchester. Diese Zeit verknüpft Bohn mit den wichtigsten Erlebnissen seiner bisherigen Karriere. "Diese Menschen in meinem Alter so intensiv kennenzulernen, die gemeinsamen Konzerterlebnisse und Arbeitsphasen, das gehört für mich zu den beeindruckendsten Momenten."

Der 20-jährige Musiker nutzt täglich etwa vier Stunden, in denen er ausschließlich übt, wobei sich sein Fleiß auszahlt. Bohn erhielt im Jahr 2017 einen Sonderpreis beim Positively Brass & Percussion Symposium in Trossingen sowie den ersten Preis seiner Altersklasse beim 55. Regionalwettbewerb München.

Zu seinen Vorbildern zählt er die renommierten Musiker Stefan Dohr, Radek Baborak oder Hermann Baumann. "Von ihnen schaue ich mir viel ab", berichtet Bohn, der eines nicht anzweifelt: seine Karriere als Musiker. Der Gottesdienst in Sankt Rasso mit Bohn und Schellenberger beginnt an diesem Sonntag, 24. Januar, um 10 Uhr.

© SZ vom 23.01.2021
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