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Fürstenfeldbruck:Für Startups und Archäologen

Das temporäre Gründerzentrum soll bald bezugsfertig sein

Von Stefan Salger, Fürstenfeldbruck

Voraussichtlich im September könnten die ersten Nutzer das alte Geschäftsführerhaus auf dem früheren Areal der Stadtwerke auf der Lände beziehen. Finanzreferent Klaus Wollenberg (FDP) sprach die anstehende Fertigstellung des geplanten Gründerzentrums in seiner Haushaltsrede an, Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) bestätigte dies auf Nachfrage der SZ. Der Stadtrat hatte die in ähnliche Richtungen zielenden Anträge von Wollenberg und Jakobs (CSU), Florian Weber (Die Partei) sowie Philipp Heimerl einstimmig befürwortet, das idyllisch an der Amper gelegene Gebäude für eine Zwischennutzung zu öffnen. Mit der Verabschiedung des Haushalts wurde nun auch die letzte Hürde genommen.

Startups vorzugsweise aus dem Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft sollen das Haus gemeinsam nutzen können, zwei Aktivsenioren werden sich neben Wirtschaftsförderung und Immobilienmanagement um das Projekt kümmern. Wollenberg nannte auch einen eher unerwarteten Zugang. So soll die Geschäftsstelle der Gesellschaft für Archäologie in Bayern von der Benzstraße in Puchheim hierherziehen. Deren Vorsitzender, der Wissenschaftler Bernd Päffgen vom Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie und Provinzialrömische Archäologie, der an der Ludwig-Maximilians-Universität München lehrt, habe sich interessiert und sei von Wissenschaftsminister Bernd Sibler und Landrat Thomas Karmasin (beide CSU) unterstützt worden.

Bis das Gebäude bezogen werden kann, müssen die Räumlichkeiten Raff zufolge noch in überschaubarem Umfang hergerichtet und der Brandschutz gewährleistet werden. Er sei zuversichtlich, dass dies in Kürze gelinge. Konkrete Bewerber für die etwa acht Räume gibt es noch nicht.

Wie lange die Zwischenmieter im Gründerzentrum bleiben können, bevor das Gebäude abgerissen wird, ist offen. Dies hängt davon ab, wann das ehemalige Stadtwerkeareal bebaut wird. Grundbesitzer sind die Stadt Fürstenfeldbruck und die Wohnungsbaugesellschaft Igewo. Rund um Aumühle und Schlachthof, die erhalten bleiben, ist auf 5500 Quadratmetern eine Mischung aus Wohnen, Gewerbe und Kreativwirtschaft geplant. Mit der kompletten Realisierung wird nicht vor 2030 gerechnet.

© SZ vom 05.03.2021
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