Ehemaliger FliegerhorstDie Bundeswehr bleibt in Fürstenfeldbruck

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Die Konversion wird aufgeschoben: Luftaufnahme des Fliegerhorsts in Fürstenfeldbruck.
Die Konversion wird aufgeschoben: Luftaufnahme des Fliegerhorsts in Fürstenfeldbruck. (Foto: Luftbildverlag Bertram)

Die Konversion des ehemaligen Fliegerhorstes wird verschoben. Angesichts der geopolitischen Lage hält die Bundeswehr an dem Standort fest. Oberbürgermeister Götz hofft, dass trotzdem Gewerbe angesiedelt werden kann.

Von Peter Bierl, Fürstenfeldbruck

Der Fliegerhorst Fürstenfeldbruck bleibt als Bundeswehrstandort vorerst erhalten, und es werden keine Flächen mehr verkauft, auch nicht solche, die bereits militärisch entwidmet wurden.  Diese Information soll Oberbürgermeister Christian Götz (Brucker Bürgervereinigung) unlängst in einer Besprechung der Fraktionsvorsitzenden kundgetan haben. Am Dienstagnachmittag bestätigte Götz der SZ lediglich, dass die Bundeswehr nicht 2030 abziehen wolle. Das Verteidigungsministerium wollte die Äußerungen weder bestätigen noch dementieren. Man prüfe derzeit den Bedarf an Infrastuktur, darunter auch die Liegenschaft in Fürstenfeldbruck. Hintergrund sind der Ukraine-Krieg und die sich verschärfenden Spannungen zwischen Russland und den europäischen Nato-Staaten.

Die Stadt Fürstenfeldbruck und die anderen Nachbargemeinden des ehemaligen Fliegerhorsts planen seit Langem, auf dem weitläufigen Areal neues Gewerbe anzusiedeln und Wohnungen zu bauen. Bislang gingen die Kommunen davon aus, dass die Bundeswehr 2030 endgültig abzieht und die Umwandlung beginnen kann. „Wir müssen unsere Pläne nicht umstoßen, aber wir müssen sie anpassen“, sagt der Oberbürgermeister zur neuen Lage.

Die Verschiebung sei zwar ärgerlich und enttäuschend, „aber wir üben uns seit Langem in Geduld“. Als positiv wertet Götz, dass der Stadt der Kontakt zum Bundesverteidigungsministerium „geglückt“ sei. Nun habe man einen Ansprechpartner, und es sei ein „Standortdialog“ angeboten worden. Laut Götz können die Kommunen in diesem Rahmen ihren Bedarf anmelden; vielleicht ergebe sich doch die Chance, den ein oder anderen Platz etwa für Gewerbe zu nutzen. „Es ist alles offen“, betont der OB.

Bereits Anfang Juli hatte der Generalinspekteur der Luftwaffe, Holger Neumann, bei einem Festakt vor der Klosterkirche anklingen lassen, dass der Standort 2030 doch nicht aufgegeben werden könnte.

Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums sagte, aktuell liefen die Planungen für den „Aufwuchs“ der Streitkräfte, womit wohl die Vergrößerung der Bundeswehr  gemeint ist. Dabei würde der Bedarf an Infrastruktur geprüft, vorrangig ob vorhandene Unterbringungsmöglichkeiten genutzt werden könnten. Auch die Liegenschaft „Fliegerhorst Fürstenfeldbruck“ sei Teil dieser Prüfung. Den internen Entscheidungsprozessen könne sie nicht vorgreifen und deshalb die Angaben des OB weder bestätigen noch dementieren.

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