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Fürstenfeldbruck:Die Pegel steigen langsam

Olching: Amper / Kraftwerk

Das Wasser wird wilder: Blick am Olchinger Kraftwerk in die Amper.

(Foto: Johannes Simon)

Wasserwirtschaftsamt rechnet noch nicht mit Hochwasser

Trotz der lang anhaltenden Regenfälle droht momentan kein Hochwasser an der Amper. Das geht aus den Prognosen von Wasserwirtschaftsamt und Hochwassernachrichtendienst hervor. Allerdings reichen diese Prognosen lediglich zwei Tage in die Zukunft, also bis Freitagmittag. Weiter reichende Vorhersagen lagen am Mittwoch noch nicht vor. Während die Entwicklungen für einen Tag relativ gut vorhergesagt werden können, steigt die Abweichungen schon bei Prognosen für zwei oder drei Tage. Danach, so ein Sprecher des Wasserwirtschaftsamtes, seien sie sehr unzuverlässig.

Am Brucker Deichensteg wurde am Mittwochnachmittag um 14.30 Uhr ein Pegel von 107 Zentimetern verzeichnet. Seit Mittwochmorgen steigt der Wasserstand durchgehend. Bis Freitag, so die Prognose, dürfte er etwa 120 Zentimeter erreicht haben. Das zeigt der Trend an, den der Hochwassernachrichtendienst am Mittwoch um 8 Uhr veröffentlicht hat. Der Unsicherheitsbereich des Trends reicht sogar bis zu einem Pegel von 140 Zentimetern. Das bedeutet, dass sich der Wasserstand in einem von zehn Fällen mit einer solchen Prognose so viel stärker erhöht.

Ein Hochwasser droht auch dann nicht. Die sogenannte erste Meldestufe wird bei einem Pegelstand von 170 Zentimetern erreicht. Dann kommt es stellenweise zu kleineren Ausuferungen. In Fürstenfeldbruck könnten Grundwassereinbrüche in Kellern an der Amperbrücke, bei der Leonhardikirche, und in der Bullachstraße die Folge sein. Ab einem Wasserstand von 180 Zentimetern droht das Grundwasser auch in Kellern im Estinger Ammerweg einzubrechen. Bei einem Pegel von 190 Zentimetern muss die Brucker Amperbrücke gesperrt werden. Zum letzten Mal wurde die Meldestufe 1 im Juni vor zwei Jahren überschritten. Der Höchststand von 254 Zentimetern erreichte die Amper beim Pfingsthochwasser 1999.