Fürstenfeldbruck:Die kreativen Kräfte des Lockdowns

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WIE AUF EINEM NOTENBLATT...

Wie auf einem Notenblatt haben sich diese Vögel auf einer Oberleitung niedergelassen.

(Foto: DPA)

Bürgerstiftung und SZ prämieren die besten künstlerischen Einfälle in der Corona-Zeit aus dem Landkreis

Seit nun fast einem Jahr steht die Kunst- und Kulturwelt - genau wie der Rest der Gesellschaft - in weiten Teilen still. Keine Auftritts- und Ausstellungsmöglichkeiten zu haben, hat viele Kulturschaffende in eine tiefe Krise gestürzt, sei es existenzieller oder psychischer Art. Egal, wie oft Künstler und Kulturschaffende in den vergangenen Monaten betont haben, wie systemrelevant ihrer Arbeit sei, geholfen wurde ihnen nur spärlich.

Deshalb lobt die Bürgerstiftung für den Landkreis Fürstenfeldbruck gemeinsam mit der Fürstenfeldbrucker Lokalredaktion der Süddeutschen Zeitung unter dem Titel "Kultur trotz(t) Corona" einen Kulturförderpreis aus. Eingereicht werden können alle Arten von Werken, die Kulturschaffende im Landkreis in den vergangenen Monaten hervorgebracht haben. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich mit einer bereits geplanten Idee zu bewerben, in diesem Fall muss ein ausgearbeitetes Konzept eingeschickt werden. Voraussetzung ist, dass die Arbeiten unter Coronabedingungen entstanden sind, eine explizite Auseinandersetzung mit dem Thema Corona ist dagegen nicht notwendig. Bewerbungen sind per E-Mail an kontakt@Buergerstiftung-lkr-ffb.de ab diesem Freitag möglich, die Bewerbungsphase endet am Sonntag, 21. März. Wer größere Dateien wie etwa Videos oder Audios mitschicken möchte, wird gebeten, diese über "Transfer Now" zu versenden. Der oder die Sieger erhalten ein von der Bürgerstiftung bereit gestelltes Preisgeld und werden am Samstag, 27. März, mit ihrer Arbeit im Fürstenfeldbrucker Lokalteil der Süddeutschen Zeitung vorgestellt.

"Auch wenn es nicht so offensichtlich ist wie im Einzelhandel, ist eben auch die Kunst existenziell für die Menschen. Im Gegensatz zu materiellen Dingen, die man jederzeit vor Augen hat, registriert man das vielleicht nicht immer gleich", sagt SZ-Redaktionsleiter Christian Hufnagel. "Wenn ich keine Schuhe habe und die Schuhgeschäfte zu haben, merke ich das sofort. Wenn ich aber jeden Tag an einer Skulptur vorbeigehe und mich an ihr erfreue, habe ich das vielleicht nicht immer direkt im Sinn. Und dann merkt man erst, was einem an Wohltaten für die Seele fehlt, wenn es zu spät ist." Deshalb sei der Preis eine Anerkennung dafür, was Kulturschaffende trotz und unter erschwerten Bedingungen in den vergangenen Monaten für die Gesellschaft geleistet haben.

Die Bürgerstiftung hat bereits im vergangenen Jahr versucht, Künstler in der Krise zu unterstützen, etwa indem sie Konzerte vor Seniorenheimen organisiert hat. "Wir finden es einfach schade, dass die Künstler gerade durch die Coronasituation solche Probleme haben. Aber wir haben auch gesehen, dass es möglich ist, mit Kreativität neue Dinge auf die Beine zu stellen. So bringt die Krise auch eine Chance, etwas zu ändern ", sagt Katrin Rizzi von der Bürgerstiftung. Deshalb habe man sich entschieden, die vielen guten Ideen, die entwickelt worden sind, zu unterstützen.

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