Fürstenfeldbruck Bundesstraßen werden ausgebaut

Zwischen Anschluss zur Autobahn A8 und dem Gewerbegebiet Geiselbullach ist die B 471 bereits vierstreifig ausgebaut.

(Foto: Günther Reger)

Der neue Verkehrswegeplan sieht vor, dass die B 471 zwischen Geiselbullach und Fürstenfeldbruck-Ost vier Fahrspuren erhalten soll. In Mammendorf, Hattenhofen und Althegnenberg soll die B 2 als Umfahrung um die Orte herumführen

Von Heike A. Batzer, Fürstenfeldbruck

Die beiden den Landkreis durchschneidenden Bundesstraßen sollen in den nächsten 15 Jahren deutlich ausgebaut werden. Die Bundesstraße 471 soll von Geiselbullach bis zur Fliegerhorst-Ausfahrt Fürstenfeldbruck-Ost auf vier Fahrspuren erweitert werden. Auch der Ausbau der Bundesstraße 2 zwischen Fürstenfeldbruck und Mering im Landkreis Aichach-Friedberg ist darin vorgesehen. Für die Gemeinden Mammendorf, Hattenhofen und Althegnenberg, die von der B 2 durchschnitten werden, bedeutet dies, dass Ortsumfahrungen dort realistisch werden. Die Ergebnisse finden sich im neuen Bundesverkehrswegeplan, der am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

Das passt zu der Ankündigung aus dem Bundesverkehrsministerium, dass damit vor allem "Hauptachsen und Knoten" im Verkehrsnetz gestärkt werden sollen. Einer der Schwerpunkte soll "die Beseitigung von Engpässen auf den Hauptachsen" sein. Der neue Bundesverkehrswegeplan umfasst alle Investitionen des Bundes in den Neu- und Ausbau und die Erhaltung und Erneuerung von Bundesfernstraßen, Schienenwegen und Binnenwasserstraßen bis zum Jahr 2030. Er ist ein Rahmenkonzept, das den grundsätzlichen Bedarf von Projekten einordnet. Deutschlandweit wurden 2000 Projekte zur Bewertung angemeldet, etwa die Hälfte findet sich nun darin. Der bis dato gültige Verkehrswegeplan stammt aus dem Jahr 2003.

Mit der Erweiterung auf je zwei Fahrspuren in jede Fahrtrichtung sollen Engpässe auf der B 471 beseitigt werden, vor allem im Hinblick auf die Konversion des Fliegerhorstes. Die B 471 wird schon jetzt vierstreifig von der Autobahn A 8 bis zum neuen Gewerbegebiet Geiselbullach geführt. Nun sollen die beiden Abschnitte zwischen Geiselbullach und Esting (3,8 Kilometer) und Esting und der Fliegerhorst-Ausfahrt Fürstenfeldbruck-Ost (3,5 Kilometer) hinzu kommen. Die Kosten dafür werden mit etwa 25 Millionen Euro beziffert. Der Andrang auf der B 471 ist beträchtlich, vor allem, je weiter es in Richtung Autobahn A8 geht. Täglich befahren nach Angaben des Staatlichen Bauamts Freising 32 000 Fahrzeuge den Abschnitt zwischen Esting und Geiselbullach. Bis nach Fürstenfeldbruck-Ost sind es immerhin noch 24 000. Der Abschnitt bis Buchenau taucht nicht unter den vordringlichen Projekten auf.

Auch die B 2 zwischen Fürstenfeldbruck und Mering soll auf mehr als neun Kilometern für fast 34 Millionen Euro ausgebaut und um die Orte Mammendorf, Hattenhofen und Althegnenberg herumgeführt werden. Mammendorf, als Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Kleinzentrum im Nordwesten des Landkreises, möchte schon lange eine Ortsumfahrung. Vor drei Jahren hatte ein Gutachten ermittelt, dass eine Trasse im Süden der Gemeinde das derzeitige innerörtliche Verkehrsaufkommen um etwa 10 000 Fahrzeuge pro Tag verringern würde.

Die CSU-Bundestagsabgeordnete Gerda Hasselfeldt, die sich für zahlreiche Vorhaben eingesetzt hatte, begrüßt in einer Stellungnahme, dass die den Landkreis Fürstenfeldbruck betreffenden Projekte positiv bewertet worden seien. Darunter die Erweiterung der Autobahn A96 von der Anschlussstelle Oberpfaffenhofen bis zur Ausfahrt Germering-Süd mit Lärmschutzmaßnahmen für Germering, die bisher nicht im Verkehrswegeplan gelistet war. Aber auch den Ausbau der A 99 zwischen den Autobahnkreuzen München-West und München-Nord. Denn der Allacher Tunnel würde derzeit "wie ein Flaschenhals" wirken, sagt Hasselfeldt, und in den Stoßzeiten über die A 8 auf die B 471 massive Rückstaus verursachen. Bis 2. Mai können Kommentare und Änderungswünsche zu dem Entwurf eingereicht werden, auch Bürger können sich daran - auch online - beteiligen. Danach muss das Bundeskabinett den Verkehrswegeplan beschließen.