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Fürstenfeldbruck:Blumen-Meer für den Kompost

Alling
Öffnung aller Gärtnereien zum 1. März gefordert

Mehr als 50 000 Pflanzen warten auf Kunden, wie der Brucker Gärtnereiinhaber Karl-Heinz Henninger (links) dem Stimmkreisabgeordneten Hans Friedl berichtet.

(Foto: Abgeordnetenbüro Hans Friedl)

Landtagsabgeordneter dringt auf Öffnung der Gärtnereien

Der Allinger Landtagsabgeordneten Hans Friedl dringt seit Wochen auf eine Öffnung aller Gärtnereien zum 1. März, gemeinsam mit Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, wie er in der Pressemitteilung hervorhebt. Es gebe wohl Anzeichen, dass nach den Friseuren auch die Gärtnereien als nächstes an der Reihe wären, das sei ihm wie Aiwanger zu wenig, wie Friedl betont. Beide legen sich auf einen gemeinsamen Öffnungstermin mit den Friseuren fest.

Es ist aus Sicht des Stimmkreisabgeordneten der Freien Wähler nicht verständlich, dass Supermärkte Blumen verkaufen dürften, Gärtnereien hingegen nicht. "Eine Öffnung zum 1. März muss sein, da sonst viele Gärtnereien existenzgefährdend sind", so Friedl, der sich bei einem Besuch bei der Gärtnerei Henninger in Puch ein Bild von der aktuellen Situation machte und von Inhaber Karl-Heinz Henninger ausführlich informiert wurde.

Nach sechs Monaten Aufzucht stehen bei Henninger mehr als 50 000 Pflanzen für den Verkauf bereit. Die Kunden könnten sofort kommen, da die Hygienekonzept durchdacht seien und eingehalten würden. Im Vergleich zu Supermärkten bewegen sich die Kunden in hohen und weitläufigen Gewächshäusern oder im Freigelände. "Wenn wir unsere Pflanzen aufgrund des Lockdowns nicht verkaufen können, dann landen sie auf den Kompost", so Henninger zum Stimmkreisabgeordneten. Die Hälfte des Jahres - also von Herbst über Winter bis Frühjahr - haben die Gärtnereien so gut wie keine Einnahmen. Dem gegenüber stehen hohe Kosten durch die Aufzucht der Pflanzen, damit sie für den Verkauf im Frühjahr bereit stehen. So ist der Appell Hennigers an die Adresse des Wirtschaftsministers mit der Öffnung der Gärtnereien zum 1. März eindeutig. Diese Aufforderung will Friedl, der in dieser Woche im Rahmen einer Arbeitsklausur mit dem Wirtschaftsminister zusammenarbeitet, "gerne weiter".

© SZ vom 19.02.2021 / SZ
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