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Fürstenfeldbruck:Beförderung im zweiten Anlauf

Kreisstadt erhält doch noch das Gütesiegel "Fahrradfreundliche Kommune"

Von Stefan Salger, Fürstenfeldbruck

Nun hat es die Kreisstadt es also doch noch geschafft: Sie ist ganz offiziell zur fahrradfreundlichen Kommune in Bayern befördert worden. Nach der Hauptbereisung durch Vertreter der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern (AGFK), des Bayerischen Verkehrsministeriums sowie des ADFC-Landesverbandes im Herbst 2019 waren Stimmen laut geworden, die eine mögliche Zertifizierung der Stadt als "Fahrradfreundliche Kommune in Bayern" anzweifelten. Nun hat die AGFK eine positive Empfehlung ausgesprochen, die offizielle Auszeichnung soll am 28. Januar in München oder online ausgesprochen werden.

Bei der Hauptbereisung waren viele Punkte zur Radverkehrsförderung bereits positiv bewertet worden. Hierzu zählten der Grundsatzbeschluss des Stadtrats zur Radverkehrsförderung, die gute Kommunikation mittels des runden Tischs Radverkehr sowie mit anderen Radverkehrszuständigen im Landkreis, die öffentlichen Rad-Reparaturstationen und Luftpumpen, der Winternetzplan, das Engagement beim Stadtradeln, die Mängelmeldungsmöglichkeit Radar sowie die Schadensmelder-App und die eigenen Verkehrsschauen zum Thema Radverkehr. Jedoch wurden der Stadt bis Ende Oktober einige Nachbesserungen abverlangt, so auch bei der Beschilderung und bei der Erstellung eines separaten Radverkehrskonzepts.

Mittlerweile hat Bruck seine Hausaufgaben unter Federführung der Radverkehrsbeauftragten Claudia Gessner gemacht. Auch entlang der regionalen Routen des Landkreis-Radwegekonzepts sind nun grün-weiße Radwegweiser installiert. Das lokale Netz wird Schritt für Schritt hinzugefügt. Die Ausarbeitung eines Radverkehrskonzepts im Zuge des Verkehrsentwicklungsplans soll bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Auch in anderen Bereichen setzt Bruck seine Anstrengungen fort. Beispiele hierfür sind die Einführung des kostenlosen Lastenradverleihs, die Eröffnung der ersten Fahrradstraßen und die ersten komplett rot eingefärbten Schutzstreifen Am Sulzbogen. Es gebe gleichwohl "noch genügend Problemstellen in Fürstenfeldbruck, für die weiterhin Lösungen gesucht und gefunden werden müssen, damit noch mehr Brucker Bürgerinnen und Bürger aufs Rad umsteigen und zufrieden und sicher durch die Stadt fahren können", heißt es in einer Mitteilung der Stadt Fürstenfeldbruck.

© SZ vom 11.01.2021
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