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Fürstenfeldbruck:Baumpflanzaktion verteidigt

Klimaschützer weisen Vorwurf des Aktionismus zurück

Die Fridays-for-Future-Gruppe Fürstenfeldbruck wehrt sich gegen Kritik von Oberbürgermeister Erich Raff (CSU). Dieser habe die Aktion "Einheitsbuddeln" mit den Worten kommentiert, Bäume sollten "nicht durch blinden Aktionismus gepflanzt werden, sondern mit sorgfältiger Planung". Den Vorwurf des Aktionismus weist die Brucker Gruppe zurück. Für den Klimaschutz zu demonstrieren sei wichtig, heißt es in einer Pressemitteilung der Gruppe, zudem wolle man aber auch vor Ort aktiv werden. Deshalb hat die Gruppe am Donnerstag, dem Tag der Deutschen Einheit, im Rothschwaiger Forst 28 Bäume gepflanzt. Die Aktion sei nicht nur vom zuständigen Revierleiter gelobt, sondern auch in Abstimmung mit dem lokalen Förster, dem staatlichen Versuchsgarten in Grafrath und den bayerischen Staatsforsten vorbereitet worden. Gepflanzt wurden Laubbäume, unter ihnen auch die Elsbeere, die der zunehmenden Erderwärmung und ihren Folgen wie Hitze, Trockenheit und Schädlinge, besser standhalten könnten als die verbreiteten Fichtenwälder, heißt es in der Pressemitteilung. Eine derartige Aktion ohne jegliche finanzielle Mittel in einer sehr kurzen Zeit zu planen und umzusetzen, sei eine "große Leistung", lobt sich die Fridays-for-Future-Gruppe selbst. Und an den Brucker Oberbürgermeister gewandt heißt es in der Pressemitteilung: Es sei völlig unklar, wie er zu seiner Aussage komme, zumal weder der Oberbürgermeister, noch einer seiner Stellvertreter bei der Pflanzaktion dabei gewesen seien. Den Vorwurf des blinden Aktionismus gegen engagierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene hält die Gruppe für "unangebracht".