Es ist der schlimmste Moment in seinem Leben: Als Jörg Götze nach drei Wochen aus dem Koma aufwacht, ist nichts mehr wie es war. Er kann sich nicht bewegen, bringt kein Wort heraus. Für den Mann aus Puchheim vielleicht auch deshalb kaum zu ertragen, weil die formvollendete, fließende, mühelos wirkende Bewegung zur Musik bis dahin die zentrale Rolle in seinem Leben und seiner beruflichen Karriere gespielt hat. Es ist August 2024, als der Ballettlehrer, der in Fürstenfeldbruck ein Studio leitet, am liebsten einschlafen und nie mehr aufwachen würde.
PorträtVom Krankenbett zurück aufs Tanzparkett
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In den Corona-Jahren, wie hier 2021, ist zeitweise nur Video-Fernunterricht erlaubt. Lediglich in Ausnahmefällen dürfen Tänzerinnen ins Studio an der Fürstenfeldbrucker Hauptstraße zu Jörg Götze (links) kommen, müssen dort aber großen Abstand halten.
Günther RegerNach einer Herzattacke verliert der Fürstenfeldbrucker Ballettlehrer Jörg Götze alles, ist gelähmt, kann nicht sprechen. Über einen langen Kampf zurück ins Leben.
Von Stefan Salger, Fürstenfeldbruck
