Der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Schrodi fürchtet, dass die CSU-geführte bayerische Staatsregierung dem Ausbau der S 4 weiterhin keine Priorität einräumt. Der viergleisige Ausbau sei ein Versprechen der Staatsregierung, das seit Jahrzehnten nicht eingelöst werde. Schrodi weist darauf hin, dass der Freistaat Bayern die DB InfraGO AG als Vorhabenträgerin beauftragt hat. Geplant sei derzeit ein Baubeginn im Jahr 2027. Zwar sei der Freistaat für den Schienenpersonennahverkehr zuständig und müsse ihn finanzieren, könne dafür jedoch Mittel beim Bund beantragen. „Dies ist aber noch nicht geschehen“, sagt Schrodi. Er habe beim Bundesverkehrsministerium nachgefragt und folgende Antwort erhalten: „In Abstimmung mit dem Freistaat Bayern hat das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) als zuständige Prüf- und Bewilligungsbehörde für die Eisenbahnen des Bundes das Vorhaben S-Bahn, S4 West dreigleisiger Ausbau Pasing–Buchenau zur Fortschreibung des Bundesprogramms gemäß Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz 2024-2028 angemeldet.“ Weiter sei in der Antwort zu lesen: „Ein vom EBA geprüfter Finanzierungsantrag liegt dem Ministerium bislang nicht vor.“ Der Freistaat beziehungsweise die DB InfraGO AG haben bisher keine Bundesmittel beantragt, sagt Schrodi. Er schließt daraus, dass der Ausbau der S 4 „mal wieder keine Priorität“ hat.
