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Fürstenfeldbruck:Asylbewerbern fehlt Kleidung

Regierung widerspricht Vorwürfen des Flüchtlingsrates

Der Bayerische Flüchtlingsrat wirft der Regierung vor, den Asylbewerbern in der Anker-Dependance in Fürstenfeldbruck trotz Schnee und Kälte keine Winterkleidung ausgegeben zu haben. Die Geflüchteten hätten einen gesetzlichen Anspruch auf diese Ausstattung oder müssten jeden Monat 34,60 Euro bekommen. "Beides einzubehalten ist verfassungswidrig", sagt Katharina Grote vom Flüchtlingsrat. Eine Sprecherin der Regierung widerspricht. Die Bewohner könnten sich "nunmehr" in der Münchner Kleiderkammer versorgen, sobald vom Landratsamt der Anspruch festgestellt wurde. Zusätzlich gebe es in der Unterkunft eine Kleiderkammer des Roten Kreuzes. "In jedem Fall ist sichergestellt, dass alle die erforderliche Winterbekleidung erhalten." Der Flüchtlingsrat lehnt das strikte Sachleistungsprinzip ab, das die bayerische Regierung verfolgt. Demzufolge müssen Flüchtlinge in Sammelunterkünften bleiben, bekommen Kantinenessen, Fahrkarten, ärztliche Behandlung und Kleidung. Lediglich ein Taschengeld wird ausgezahlt. "Damit ist ihnen jegliche Möglichkeit auf Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben verwehrt", rügt Grote.