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Fürstenfeldbruck:Arbeitslosenzahl steigt erneut

Eine Quote von 3,8 Prozent gab es zuletzt vor zehn Jahren

Von Ingrid Hügenell, Fürstenfeldbruck

Im Landkreis Fürstenfeldbruck ist die Arbeitslosigkeit im August um 245 auf 4725 Personen gestiegen. Das meldet die Weilheimer Agentur für Arbeit. Laut der Mitteilung ist der Anstieg zum einen durch die Coronakrise bedingt. Zum anderen melden sich im August häufig junge Leute arbeitslos, die die Schule abgeschlossen, aber noch keine Ausbildung oder Studium aufgenommen haben. Im gesamten Weilheimer Arbeitsamtsbezirk sind 543 Jugendliche auf der Suche nach der passenden Ausbildungsstelle, es gibt mehr als doppelt so viele freie Ausbildungsstellen, nämlich 1299. "Wir stehen vor großen Herausforderungen. Es muss verhindert werden, dass die Covid-19-Krise zu einer Krise für die berufliche Zukunft junger Menschen und der Fachkräftesicherung wird", sagt Oliver Wackenhut, kommissarischer Leiter der Arbeitsagentur. Zum Bezirk gehören die Landkreise Fürstenfeldbruck, Weilheim, Garmisch-Partenkirchen, Landsberg und Starnberg.

Im Landkreis Fürstenfeldbruck waren in diesem August 1544 mehr Menschen arbeitslos als im August vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg auf 3,8 Prozent, vor einem Jahr lag sie noch bei 2,6 Prozent. Zuletzt lag die Quote im August 2009 höher als jetzt. 975 Personen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 716 konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Aktuell sind im Landkreis 941 freie Arbeitsstellen gemeldet. Die meisten gibt es in den Bereichen Produktion und Fertigung sowie Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung. Fast 50 Prozent aller freien Stellen sind hier zu finden.

© SZ vom 02.09.2020

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