Amphibien:Straßensperrungen aus Rücksicht auf Frösche und Kröten

Amphibien: Helfende Hände: Einem Krötenpärchen wird das Überqueren einer Straße leicht gemacht.

Helfende Hände: Einem Krötenpärchen wird das Überqueren einer Straße leicht gemacht.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Die Wanderzeit der Amphibien hat begonnen. Für Autofahrer und Nutzer öffentlicher Busse bringt das ein paar Einschränkungen mit sich.

Von Andreas Ostermeier, Fürstenfeldbruck

Wegen der frühlingshaften Temperaturen haben Frösche, Kröten und Molche bereits mit der Wanderung zu ihren Laichgewässern begonnen. Oftmals müssen die Tiere Straßen überqueren, um an ihr Ziel zu kommen. Um die Zahl der überfahrenen Amphibien gering zu halten, werden von Naturschutzverbänden und dem Landratsamt Fürstenfeldbruck Amphibienzäune aufgestellt. Wo dies nicht möglich ist, werden laut einer Pressemeldung der Kreisbehörde Straßen während der Nachtzeit gesperrt. Das betrifft in der Zeit von Montag, 4. März, bis voraussichtlich Freitag, 5. April, folgende Straßen. Für den Verkehr gesperrt ist die Verbindung von Alling nach Germannsberg und die Straße von Fürstenfeldbruck nach Pfaffing von der Einmündung in die B 2 bis Gelbenholzen. Die Sperrungen gelten in der Zeit von 19 bis 6 Uhr (während der Winterzeit bis 30. März) und von 20 Uhr bis 6 Uhr (während der Sommerzeit ab 31. März).

Einschränkungen gelten im genannten Zeitraum auch für die Buslinien 838, 852 und 8500. So wird die Tangentiallinie 838 abends von 19 Uhr (Winterzeit) beziehungsweise 20 Uhr (Sommerzeit) an zwischen einzelnen Haltestellen umgeleitet. Auch die Regional-Buslinie 852 nimmt eine andere Route, da die Haltestellen Pfaffing, Biburg und Germannsberg nicht angefahren werden können. Diese Haltestellen können am Abend mit der Ruftaxi-Linie 8500 zwischen 19 Uhr und 21 Uhr von den S-Bahnhöfen Fürstenfeldbruck und Germering-Unterpfaffenhofen aus erreicht werden.

Helfer, die Tiere einsammeln, werden gesucht

Laut einer Mitteilung der Stadt Puchheim befindet sich das letzte bedeutende Amphibienvorkommen in Puchheim und Eichenau im südlichen Bereich der Olchinger Straße sowie am Ihleweg und am Puchheimer Weg. Bereits seit vielen Jahren sammelten Mitglieder des Bundes Naturschutz und engagierte Anwohner nachts Kröten und Frösche ein und trügen sie auf die andere Straßenseite, von wo sie ihren Weg zum Mondscheinweiher gefahrlos fortsetzen könnten, heißt es in der Mitteilung. Weitere Helfer sollen sich bei Anke Simon vom Bund Naturschutz melden (simonanke@t-online.de). Um die Tiere zu schützen und die Arbeit der Helfer sicherer zu machen, sperren die Kommunen die Olchinger Straße zwischen Ihleweg (Puchheim) und Zweigstraße (Eichenau) zur Zeit der Amphibienwanderung in den Nachtstunden.

Entlang des Kleinen Ascherbachs und bei den Weihern am Sportgelände sind in diesem Zeitraum ebenfalls Amphibien unterwegs. Warnschilder wurden aufgestellt. Die Stadt ersucht Autofahrer und Radler, in der Dämmerung Straßen und Wege zu meiden, in denen auf die Amphibienwanderung hingewiesen wird, oder dort besonders vorsichtig zu fahren. Die Verwaltung weist darauf hin, dass die Amphibien nicht nur sterben, wenn sie überfahren werden. Schon der Luftdruck unter einem Auto, das mit 30 Stundenkilometern unterwegs ist, verursacht tödliche Verletzungen.

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