Noch ist es zu kalt, aber Kröten, Frösche und Molche stehen schon in den Startlöchern. Sobald die Nächte frostfrei werden, die Temperaturen mindestens vier Grad erreichen und es ausreichend feucht ist, beginnen die Amphibien von den Winterquartieren zu ihren Laichgewässern zu wandern. Auf dem Weg zu den Weihern und Tümpeln müssen die Tiere auch Straßen überqueren, was viele jedes Jahr nicht überleben.
Die Naturschutzverbände und das Landratsamt Fürstenfeldbruck wirken dem entgegen, indem sie Amphibienzäunen aufstellen und nachts Straßen sperren, die besonders stark von den Tieren frequentiert werden. „So können die Verluste reduziert werden“, teilt die Kreisbehörde mit. Vielerorts sind in den Nächten zudem freiwillige Helfer unterwegs, die den Amphibien über die Straße helfen. So können jedes Jahr Tausende gerettet werden.
Wann und für wie lange die Straßen zwischen Alling und Germannsberg sowie zwischen Weiherhaus und Pfaffing gesperrt werden, gibt das Landratsamt noch bekannt. In der Bahnhofstraße in Grafrath erfolgt wie in den vergangenen Jahren keine Sperrung, die zulässige Höchstgeschwindigkeit wird jedoch erneut auf 30 Stundenkilometer begrenzt.
Ebenso wird es eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Parsbergstraße im Bereich Dötelbauer (Alling) geben. Aufgrund der Sperrungen müssen Buslinien umgeleitet werden; daher können die Haltestellen „Pfaffing“, „Biburg“ und „Germannsberg“ morgens und abends von der Linie 852 teils nicht bedient werden.
Daneben wird es folgende Umleitung geben: Die Buslinie 838 wird abends von 19 (Winterzeit) beziehungsweise 20 Uhr (Sommerzeit) nicht die Strecke zwischen Glon (Landkreis Aichach-Friedberg) und Vogach (Landkreis Fürstenfeldbruck) befahren. „Auf diesem Straßenabschnitt gibt es eine starke Amphibienwanderung“, erklärt der Landratsamtssprecher. Die Haltestellen der Linie 838 werden trotz der geänderten Streckenführung alle bedient.

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In Eichenau und Puchheim wird wieder die gemeindliche Olchinger Straße zwischen dem Ihleweg (Stadt Puchheim) und der Zweigstraße (Gemeinde Eichenau) während der Zeit der Amphibienwanderung nachts gesperrt. Eine Umleitung für den Autoverkehr wird eingerichtet. Dennoch kommt es dort immer wieder zu Sachbeschädigungen.
Das Landratsamt Fürstenfeldbruck ist nach eigener Aussage bestrebt, die Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer so gering wie möglich zu halten. Die Straßen werden erst dann gesperrt, wenn die Massenwanderung der Amphibien einsetzt. Die Sperrungen können daher nur sehr kurzfristig erfolgen.
Das Landratsamt bittet alle Verkehrsteilnehmer in den nächsten Wochen um erhöhte Vorsicht besonders in Waldstücken und im Bereich von Weihern und Tümpeln, nicht zuletzt im eigenen Interesse. Denn wenn zu viele Amphibien tot auf der Straße liegen, besteht Schleudergefahr.

