Es ist nun bald 20 Jahre her, dass in Berlins Mitte der Palast der Republik abgerissen wurde. SED-Partei- und andere Unterhaltungsveranstaltungen fanden in dem mit Asbest verseuchten Betonbau unter großer Zwangsanteilnahme statt, und wegen seiner unvergleichlichen Beleuchtung bezeichnete das DDR-Volk das Haus gern als „Erichs Lampenladen“. Aber Honeckers Auftrittsort ist ebenso von der Bildfläche verschwunden wie er selbst und sein Staat. Nun könnte aber das Gebäude einer anderen Partei zum „Porzellanladen“ werden, nämlich das Konrad-Adenauer-Haus an der Klingelhöferstraße 8 in Berlin. Gäbe es dort nicht schon das Café Konrad, müsste man den Sitz der CDU-Parteizentrale bald in „Die letzte Tasse Deutschlands“ umbenennen. Denn so wie die Fürstenfeldbrucker BBV haben viele andere politisch aufgebrachte Menschen in den vergangenen Tagen Tassen und Becher nach Berlin geschickt. Schuld an der Geschirrflut in die Parteiräume ist Kanzlerkandidat Friedrich Merz, der am Vorabend der Bundestagswahl bei der CSU in München ankündigte, er werde wieder Politik für die Mehrheit der Bevölkerung machen, die geradeaus denke und „alle Tassen im Schrank“ habe. Also nicht für grüne und linke Spinner, wie die, deren Geschirrschrank eben nicht vollständig ist.
Mitten in FürstenfeldbruckIrdene Fracht für Friedrich Merz
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Die Brucker Bürgervereinigung überrascht den designierten Kanzler von der CDU mit einer Tassenspende.
Kolumne von Erich C. Setzwein
