Fürstenfeldbruck:Endgültiges Aus für das Foodtruck-Festival

Lesezeit: 2 min

Zehntausende Besucher und bis zu 45 Trucks: Das Festival mit seinem besonderen Gastro-Angebot war in der Region beliebt. (Foto: Günther Reger)

Nach der Absage im vergangenen Jahr ist nun klar: Das beliebte Gastro-Event auf dem Fürstenfeldbrucker Volksfestplatz wird es nicht mehr geben. Als Grund nennen die Veranstalter die finanzielle Entwicklung.

Von Elisabeth Grossmann, Fürstenfeldbruck

Farbenfrohe Trucks, ausgefallenes Essen und Zehntausende begeisterte Menschen: Bereits fünf Mal hat das Foodtruck-Festival auf dem Fürstenfeldbrucker Volksfestplatz stattgefunden. Jedes Jahr sei das Festival ein überregional beliebtes Highlight gewesen, das an einem einzigen Wochenende mehr als 30 000 Menschen besucht hätten, heißt es auf der Webseite der Veranstalter. Doch nun ist es damit vorbei. Nachdem die Veranstaltung bereits im vergangenen Jahr kurzfristig ausgefallen ist, ist sie für dieses Jahr erneut abgesagt worden. Zudem gibt das Unternehmen bekannt: Es wird auch kein weiteres Foodtruck-Festival mehr geben. Auf ihrem Instagram-Kanal schreiben die Veranstalter: "Wir sagen Dankeschön und auf Wiedersehen". Unter dem Beitrag kommentieren einige Nutzer, wie schade sie es finden, dass die Veranstaltung nicht mehr stattfinden wird. Die Mahavi-Gruppe, die das Festival organisiert, habe schon im vergangenen Jahr Schwierigkeiten gehabt, das Event wirtschaftlich zu stemmen, unter anderem weil die Stadt ihre Auflagen für die Nutzung des Volksfestplatzes geändert hat, sagt Mahavi-Geschäftsführerin Nadin Fischer.

Dass das Festival, zumindest in der Art und Weise, in der es die vergangenen Jahre existiert hat, nicht mehr Zustande kommen wird, liegt laut der Geschäftsführerin in erster Linie an der wirtschaftlichen Situation, aber auch an der immer kleiner werdenden Auswahl an Gastronomen. "Viele Foodtrucks haben nicht überlebt", sagt Fischer. Schon nach der Coronakrise hätte das Festival sein Angebot stark reduzieren müssen, weil viele Gastronomen einfach nicht mehr da gewesen seien. Das Angebot habe sich von anfangs 45 Trucks auf 20 verringert. Einfache Essensbuden, die nicht dem originalen Look eines Foodtrucks entsprechen, hätte man nicht aufnehmen wollen, weil das nicht dem Grundgedanken des Festivals gerecht werde, sagt Fischer. Zudem sei der wirtschaftliche Profit enorm zurückgegangen. Im Jahr 2022 habe die Mahavi-Gruppe durch das Festival sogar finanzielle Defizite eingefahren, obwohl das Wetter und die Besucherzahlen zufriedenstellend gewesen seien. Die Veranstaltung könne laut Fischer nicht mehr ohne Sponsoren und Eintritt überleben. "Würden wir Eintritt verlangen, wäre es nicht mehr das, was der Ursprung war", sagt die Geschäftsführerin. Zudem ist der Sponsor Kabel 1 abgesprungen, der das Fest drei Jahre lang finanziell unterstützt hat.

Die Mahavi-Sprecherin sagt, dass die Bevölkerung vor allem im letzten Jahr sehr enttäuscht über den Ausfall gewesen sei. Häufig sei man auf Unverständnis gestoßen, weil das Event nach außen sehr erfolgreich schien. Finanziell sei es aber nicht mehr zu stemmen gewesen, betont die Unternehmerin erneut. Die Besucher und Besucherinnen seien ein großes Angebot gewohnt und hätten dementsprechend hohe Anforderungen, wie etwa das Vorhandensein eines Kinderbereichs und einer Bühne. "Die aktuellen Rahmenbedingungen machen die Umsetzung wirtschaftlich sehr schwer", so Fischer.

Dass das Foodtruck-Festival mit hundertprozentiger Sicherheit nie wieder zurückkommen wird, kann Fischer nicht sagen. Jedoch: "Unter dem original Foodtruck-Thema wird es so etwas nicht mehr geben." Ideen für zukünftige Projekte seien aber schon in Arbeit: "Wir schauen immer, was aktuell im Trend ist und prüfen, ob wir ein tolles Konzept nach Fürstenfeldbruck holen können", sagt Fischer. Die Mahavi-Gruppe betreibt in Fürstenfeldbruck zahlreiche kulturelle, musikalische, gastronomische und freizeitliche Aktivitäten, Events und Locations, wie das Pucher-Meer-Festival, das Starkbierfest oder die After Wiesen.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

SZ PlusLandwirtschaft
:Ei, Ei, Ei

Ingrid Britzelmair nimmt jedes Ei dreimal in die Hand, bevor es schließlich verkauft wird. Besuch bei 300 Hennen im mobilen Stall in Puch - und ein Tipp zum Färben.

Von Ingrid Hügenell

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: