Flüchtlingskrise "Menschlichkeit kennt keine Grenzen"

Friedrich Maier beschäftigt sich mit der Philosophie der Antike. Im SZ-Interview spricht der Puchheimer Professor über die Entwicklung der europäischen Werte und über die daraus resultierende Verpflichtung, in der Flüchtlingskrise die Humanität nicht zu vergessen

interview Von Julia BErgmann

Über die rein wirtschaftliche Grundbildung hinaus, ist es die Humanität, die den jungen Menschen an Schulen vermittelt werden muss, das ist die Meinung von Friedrich Maier. Sie erlaube es den Schülern, Empathie zu entwickeln. Und dafür braucht es die alten Sprachen und die Originalschriften antiker Philosophen. Wer die Grundlagen Europas kenne, könne Brücken in die Gegenwart schlagen. Der Puchheimer Professor, der an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und an der Humboldt-Universität in Berlin gelehrt hat, setzte sich ein Leben lang für die Vermittlung klassischer Sprachen und Literaturen sowie deren Fortwirken in Europa ein. Für sein Lebenswerk wurde Maier bereits mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung spricht er über die Entwicklung der europäischen Werte und über die daraus resultierende Verpflichtung Europas, in der Flüchtlingskrise den Grundgedanken der Humanität nicht zu vergessen.

SZ: Sie schreiben in Ihrem kürzlich erschienenen Buch "Der Westen im Aufbruch - antike Brücken nach Europa", wir sehen besonders in Krisensituationen Europa als Wertegemeinschaft bedroht. In einer solchen Krisensituation befinden wir uns heute in der Flüchtlingskrise oder angesichts der Terror-Angst auch.

Friedrich Maier: Zunächst meine ich, immer, wenn man in einem Kulturraum bestimmte Bedrohungen sieht - in der Politik heißt es ja dann oft, die Wertegemeinschaft ist bedroht und wir müssen sie verteidigen - , muss erst geklärt werden, welches diese Werte sind, die verteidigt werden müssen.

Was sind denn nun diese Werte?

Um das zu beantworten, lohnt es sich, weiter auszuholen. Angefangen hat die Entwicklung in der Antike. In der Antike hat sich in der Nachfolge der Philosophie von Sokrates und Platon eine Bewegung ergeben, die sich an der Frage festgemacht hat: "Was macht unser Leben sinnvoll und glücklich"? Diese Glücksfrage wurde philosophisch ganz extrem beantwortet. Besonders zwei entscheidende Modelle haben sich durchgesetzt: Das eine ist die Lehre des Epikur, das hedonistische Modell, das in der Lust die höchste Befriedigung sieht, das heißt, die Erfüllung des persönlichen Glücks steht über allem. Dieser Hedonismus hat sich auch bis in unsere heutige Zeit erhalten. Man spricht ja ganz offen davon, dass wir eine hedonistische Gesellschaft geworden sind.

Die Genussgesellschaft.

Genau, Wohlfühl-Kultur heißt es ja auch, nicht? Und auf der anderen Seite hat sich in der Antike sozusagen als Gegenposition zu Epikur die Stoa, das stoische Glücksmodell entwickelt. Die stoische Philosophie betont, der Mensch ist nicht für sich allein geboren, er ist auch für den anderen, für die Gemeinschaft geboren. Und in dieser Gemeinschaft erfüllt er eine Aufgabe. Dort spielt das Gefühl der Verpflichtung die entscheidende Rolle. Auch diese Position findet sich heute wieder, bei denen, die in der Flüchtlingskrise anpacken, aktiv helfen, darüber schreiben oder spenden. Pflichtgefühl für den anderen, die Gemeinschaft, den Staat. Die Stoa geht ja sogar so weit, dass sie nationale Grenzen negiert. Die Stoa ist kosmopolitisch orientiert und insofern ist sie überhaupt nicht darauf aus, die einen von den anderen abzugrenzen. Cicero hat zum Teil die stoische Position vertreten, also gesagt, wer Fremde nicht akzeptiert und anerkennt, verstößt gegen die Grundlagen der menschlichen Ordnung.

Lichtblick: Ein junger Syrer spielt in den Trümmern von Aleppo Gitarre. Musik, findet er, ist der Schlüssel zur Hoffnung.

(Foto: Baraa Al-Halabi/AFP)

Ausgerechnet Cicero?

Ja, auf der einen Seite, auf der anderen Seite war er römischer Politiker und hat gesagt, wir, die Römer, sind die kulturell Höheren und müssen die, die nicht zivilisiert sind, also Nichtrömer unterwerfen. Das ist ein Dilemma, das in Ciceros Denken nicht gelöst worden ist.

Aus diesen Positionen heraus haben sich die europäischen Werte entwickelt?

Von dieser antiken Grundlage aus hat sich das Wertesystem im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte entwickelt. Von Augustinus wurden die antiken, stoischen Werte, die sogenannten klassischen Tugenden, und die drei christlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe zu einer Einheit zusammengefügt. Von Thomas von Aquin, wurden sie letztendlich als die europäischen, christlichen Tugenden, als die Kardinaltugenden kanonisiert. Sie haben das Konzept der europäischen Wertegemeinschaft wesentlich mit geprägt. Man muss dabei grundsätzlich unterscheiden: Werte sind ein übergeordneter Begriff. Sie umfassen Tugenden und universelle Prinzipien. Die Tugenden, das sind die klassischen und christlichen Tugenden. Die universellen Prinzipien, das sind die Menschenrechte. Diese Prinzipien sind in gewisser Weise von der Natur gegeben. Ich bin entweder frei oder nicht frei. Dagegen sind Tugenden Verhaltensweisen, die man lernt. Zu den klassischen Tugenden zählen Gerechtigkeit, Beherrschtheit, Tapferkeit und Weisheit. Und dazu kommen die christlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe. Wenn man also von einer Wertegemeinschaft spricht, dann meint man sowohl die genannten Tugenden als auch die Menschenrechte Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Diese sind, wie man glaubt, durch die Flüchtlinge bedroht. Wobei der Widerspruch darin besteht, dass man, wenn man die Flüchtlinge nicht angemessen, also menschenwürdig behandelt, gerade dadurch gegen diese Werte verstößt. Das heißt, wenn man die Flüchtlinge abweist oder nicht angemessen behandelt, verrät man die Tugenden und Prinzipien, die eigentlich die Wertegrundlagen Europas sind. Wer also durch Abschottung das Abendland retten will, verrät es in Wahrheit.

Und gleichzeitig negiert man insbesondere einen der christlichen Werte, die Liebe, die vom lateinischen Begriff Caritas her ja auch als Nächstenliebe zu verstehen ist, oder?

Man kann es so sagen. Dort, wo diese Gehässigkeit, diese fast rassistische Aggressivität gegen die Flüchtlinge auftritt, ist aller Sinn für Brüderlichkeit und für Nächstenliebe verloren gegangen. Da würde ich meinen, müsste sich der Staat oder die Gesellschaft massiv zu Wort melden, und sagen, dass ein Stück der christlich-abendländischen Identität, ja ihr Kernstück, Brüderlichkeit und Caritas, verloren geht.

Man könnte also sagen, die größere Bedrohung für Europa kommt nicht von außen, sondern von innen?

Die Bedrohung kommt eher von unserem eigenen Verhalten.

Das heißt, von den Menschen, die zu uns kommen, müssen wir uns grundsätzlich nicht bedroht fühlen?

Wenn heute gesagt wird, Werte werden durch die Ankunft der Flüchtlinge beeinträchtigt, verfremdet oder gar entwertet, so sagen das meistens Leute, die kaum Kenntnis davon haben, welches diese Werte sind. Sie haben eher Angst um ihr eigenes Wohlbefinden und interpretieren ihre eigene Angst in eine vermeintlich vorhandene Wertewelt, die sie aber gar nicht mehr als solche kennen und anerkennen. Das heißt, diese Ängste, die da hochkommen, etwa dass unsere Tradition zu Grunde geht, Europa überfüllt wird und das, was wir uns aufgebaut haben, kaputt geht, sind eigentlich nur die Ängste um den Verlust der eigenen Wohlbefindlichkeit.

Oder die Angst vor dem Verlust unserer abendländischen Kultur?

Grundsätzlich ist es ja so: Wenn man sich in seiner gewachsenen Tradition gefährdet sieht, wie es momentan der Fall ist, bangt man mehr um die Volkskultur, die niedere Kultur, die sich in den Gemeinden ausgebreitet hat. Es ist nicht die höhere Kultur. Ich glaube, in der musikalischen Welt, der Welt der Maler, der Literaten, der Baumeister ist keiner da, der Angst hat, dass seine Werke durch die Flüchtlinge vernichtet würden, wie es etwa durch die ISIS-Krieger in Syrien geschieht, die die großen Stätten der Kultur zerstören. Es ist eine völlig irrationale Komponente. Man denkt: Weil Flüchtlinge aus dem Osten kommen, weil sie Mohammedaner sind, weil man von den Mohammedanern hört, es sind Islamisten und weil Islamisten Krieger sind und Krieger zerstören und die Menschen vertreiben, kommt mit ihnen diese zerstörerische Kraft auch auf uns zu. Diese amorphe Angst, die sich nicht genau definieren lässt, hat ihre gewisse Berechtigung wohl bei einfacheren Menschen, weil sie sich in ihrer engen Welt, in der sie ruhig und friedlich leben, bedroht fühlen. Man müsste diese Leute intensiv darauf hinweisen, dass solche Ängste unbegründet sind.

Geballtes Wissen: In Friedrich Maiers Studierzimmer finden sich die Schriften der berühmtesten Philosophen der Geschichte.

(Foto: Günther Reger)

Ist diese Angst tatsächlich unbegründet?

Ich selbst bin 1935 geboren, '45 war der Krieg zu Ende. Da kamen zwölf Millionen Menschen zu uns. Nicht nur Deutsche aus dem Osten. Da kamen Ungarn, Slowaken, die vor dem Kommunismus geflohen sind. Polen und Russen kamen in meine kleine Heimatstadt, die an der Grenze hin zur damaligen Tschechoslowakei liegt, Neunburg vorm Wald. Da kamen in unser uraltes Haus Mitarbeiter der Behörde. Sie sind durchs Haus gegangen und haben gesagt, welche Zimmer sie brauchen. Wir waren vier Kinder. Zusammen mit meinem Vater, meiner Mutter und meinem Großvater haben wir danach in zweieinhalb Zimmern gelebt. In den anderen wurden Flüchtlinge einquartiert. Es hat bestens funktioniert, wir haben uns vertragen. Es hat sich ergeben, dass sich die Flüchtlinge im Laufe der nächsten drei, vier Jahre allmählich aus dem Haus entfernten, eigenständig wurden und sich langsam integrierten und Teil der Gemeinde wurden. Da haben die Leute am Anfang bestimmt auch Angst gehabt. Ich war damals zehn Jahre alt, ich war da eifrig dabei und hab mitgeholfen, ich war begeistert. Aber wenn ich jetzt zurück blicke, denke ich: Mensch, das hat Deutschland damals bewältigt. Warum sollten wir es jetzt mit einer Million Flüchtlinge oder zwei, wenn sie kommen, nicht schaffen? Es kann sein, dass ich falsch denke. Aber ich meine, dass es da gewisse Parallelen gibt.

Aber die Diskussion hat sich momentan ja vor allem wegen der Anschläge des IS zugespitzt.

Die Masse der Flüchtlinge ist so enorm, dass man nicht sagen kann, dass ein paar Terroristen, die sich vielleicht mit einschleichen, ausreichen, um die Aversion gegen das Gesamte zu rechtfertigen. Das ist irrational, das lässt sich mit Vernunftgründen nicht belegen. Die Gefahr ist zwar da, das gebe ich zu. Aber man muss hier, glaube ich, die Relation wahren, zwischen dem, was die Problematik der Flüchtlinge betrifft, die ja schon da sind und die Hilfe der Europäer brauchen, und der Gefahr, die zwar da ist, aber sich doch, wie ich meine, durch die entsprechenden Organe des Staats in Grenzen halten lässt. Seine Aufgabe ist es, die Gefährdung durch die Terroristen zu minimieren, aber trotzdem die Flüchtlinge, soweit es möglich ist, aufzunehmen und angemessen zu betreuen. Die Anschläge von Paris sind momentan ein emotionaler Höhepunkt gewesen. Sie waren erschütternd für die ganze europäische Welt, aber dass sich daraufhin gleich ganze Nationen entscheiden, die Flüchtlinge total auszuschließen, um dieser Gefahr Herr zu werden, halte ich für nicht mit der Menschenwürde vereinbar. Das Menschenrecht auf Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit, das ja eine der tragenden Säulen unserer heutigen Politik ist, kann nicht durch eine mögliche Gefährdung, wenn sie auch noch so groß ist, außer Kraft gesetzt werden.

Die Politik schreit seit den Anschlägen ja verstärkt nach Obergrenzen oder der Kontingent-Lösung. Wie bewerten sie diese Forderungen?

Grenzen gibt es nicht in der Frage der Menschlichkeit. Weil man einfach nicht sagen kann, hier ist die Grenze, und der Rest kann dann im Meer ertrinken oder an den Rändern Europas im Dreck versinken. Was man machen kann, ist die Ursachen zu beseitigen. Die Politiker müssen schauen, dass in diesen Ländern, aus denen die Flüchtlinge weggetrieben werden, wieder ordentliche Verhältnisse eintreten. Sie müssen sich dort also militärisch in Szene setzen und entsprechende Lebensverhältnisse schaffen, die die Menschen nicht vertreiben, sondern zurückbringen. Aber jetzt einfach zu sagen, bis zu dieser Zahl nehmen wir auf, und der Rest kann machen, was er will, das ist des Menschen unwürdig, das ist bestialisch.

Könnte man philosophisch nicht argumentieren, dass die abend- und morgenländischen Kulturen sich über Jahrtausende hinweg gegenseitig befruchtet haben?

Vieles von dem, was in der Antike die Griechen gedacht und geschrieben haben, hatte in der Antike schon im Osten Vorprägungen. In den Hochkulturen Mesopotamiens oder Ägyptens war viel an geistiger Erkenntnis da. Vor allem in der Mathematik und in der Astronomie, man konnte etwa die Sonnenfinsternisse vorberechnen, man wusste um die Hebelgesetze zum Bau der Pyramiden oder hatte, was die Gesetzeswelt angeht, den Codex Hammurapi, die große Rechtsordnung des Ostens. Die staatliche Ordnung auf der Basis von Gesetzgebung hat es damals schon gegeben. Pythagoras oder auch Thales etwa haben durch Reisen viele geistige Grundlagen aus dem Osten gewonnen. Was sich als die herausragende Leistung der Griechen erwies, war die Wende hin zur Abstraktion. Sie konnten Dinge in ihr Kalkül einbeziehen, die nicht der sichtbaren Welt zuzuordnen waren. Die Gesetze der Natur etwa. Diese Leistungen waren dann wiederum von Bedeutung für die arabische Welt. In Griechenland herrschte ja oft Krieg und Zerfall, aber Aristoteles' Werke etwa sind über Handschriften von den Arabern bewahrt worden. Sie sind nach Alexandrien gekommen, dann nach Bagdad, sind da lange gelegen und sind dann auch in Ägypten geordnet und gesammelt worden. Arabische Gelehrte wiederum sind im Mittelalter in den Westen gekommen, und dort hat es Leute gegeben, die deren arabische Schriften ins Lateinische übersetzt haben. Die Araber haben also mitgeholfen, die europäische Tradition zu sichern, zu festigen, zu erweitern und über die Zeiten zu erhalten. Das ist eine Leistung der arabischen Denker.

Beide Kulturen sind also seit jeher miteinander verflochten?

Verflochten ist vielleicht nicht das richtige Wort. Die Araber kannten die Werke der Griechen, sie lasen sie und interpretierten sie. Sie hatten ein Verständnis dafür und wussten, wie wertvoll sie sind. Es war eine enge geistige Verwandtschaft zwischen den Denkern beider Kulturen, die über Jahrhunderte hinweg vorhanden geblieben ist. Vor diesem Hintergrund kann man wohl nicht sagen, dass die Mohammedaner unsere Kultur zerstören würden. Ganz im Gegenteil.

Es wird immer wieder diskutiert, Grenzen zu schließen. Ist das der Anfang einer Entwicklung, die Europa wieder auseinanderdriften lässt?

Das ist richtig. Aber es gibt zwei Formen: die Außen- und die Binnengrenzen. Die Binnengrenzen zu schließen, ist völlig abartig. Es geht gar nicht, dass man sich gegenseitig wieder abschottet, nur wegen der Flüchtlinge. Die Außengrenzen werden erst dann nicht mehr bedrängt, wenn, wie verantwortliche Politiker betonen, die Wurzeln des Unheils in den Herkunftsländern beseitigt sind. So lange dort gekämpft wird und den Menschen jegliche Grundlage einer normalen Existenz geraubt wird, werden sie auswandern. Aber wenn sie als Flüchtlinge zu uns kommen, kann man sie nicht draußen vor Europa ohne Aussicht auf eine Zukunft sitzen lassen. Da bedarf es der Empathie, der Fähigkeit sich einfühlen zu können in die Not solcher vom Schicksal geschlagener Menschen. Wo diese fehlt, manifestiert sich eine archaische Animosität gegenüber allem Fremden.

Und die Außengrenzen? Plädieren Sie für eine Festung Europa?

Auf keinen Fall. Menschlichkeit kennt keine Grenzen, schon gar keine befestigten Grenzen. Ich bin der Meinung, man sollte Flüchtlinge auch über die mögliche Zahl hinaus aufnehmen wollen, denn von Europa ist in den letzten beiden Weltkriegen so viel an Ungerechtigkeit und Zerstörung und millionenfachem Tod ausgegangen, also Unmenschlichkeit schlechthin, dass Europa jetzt im Sinne der historischen Gerechtigkeit auch ein bisschen mehr an Menschlichkeit zeigen sollte, als es vielleicht geboten ist. Europa und vor allem Deutschland könnten im Sinne einer Art Wiedergutmachung ruhig mal ein höheres Maß an Menschlichkeit zeigen, als andere Völker, nicht wahr? Aber diejenigen, die ein hermetisch abgeschlossenes Europa fordern, sind oft die sehr konservativen Regierungen oder Politiker der osteuropäischen Staaten. Was mich völlig aufregt, ist, dass gerade die sogenannten konservativen Kräfte, also diejenigen, die die Werte bewahren wollen, so fast gar nichts von diesen Werten, die sie verteidigen wollen, reaktivieren. Das ist eine Paradoxie, die einem schmerzlich bewusst wird.