Ob in Japan, Myanmar, Afghanistan oder in der Türkei, egal wo auf der Welt gerade ein Erdbeben stattfindet, dieses Beben wird im fernen Landkreis Fürstenfeldbruck exakt vermessen, und zwar im Geophysikalischen Observatorium, einem schlichten Flachbau unweit der B2 kurz vor Fürstenfeldbruck. Die Einrichtung ist eine Außenstelle der Geo- und Umweltwissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU). Sie ist bei der Erdbebenüberwachung und der Messung der Erdmagnetik führend in Europa. Die Überwachung der Geothermie ist seit einigen Jahren eine weitere Hauptaufgabe des Observatoriums, das seit 1939 dort residiert und 1959 die Seismologie nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgenommen hat.
ForschungszentrumWenn auf der Welt die Erde bebt, schlägt es in Fürstenfeldbruck aus
Lesezeit: 3 Min.

Joachim Wassermann, Leiter der Erdbebenwarte nahe Fürstenfeldbruck, begutachtet einen Seismographen.
Toni HeiglDas Geophysikalische Observatorium auf der Ludwigshöhe bei Fürstenfeldbruck informiert über Epizentren, Ursachen und Auswirkungen von Erdbeben. Leiter Joachim Wassermann hört sogar einen Fuchs heranschleichen.
Von Karl-Wilhelm Götte, Fürstenfeldbruck
