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Energiewende:Generalprobe für Kampagne

Ziel 21 testet Sanierungskonzept an einem Hauses in Dünzelbach

Die Corona-Pandemie hat auch den Start der geplanten "Sanierungskampagne 2020" des Klimawendevereins Ziel 21 gebremst. Ursprünglich sollte es, gemeinsam mit der Verbraucherzentrale, im Frühjahr losgehen. Drei Stufen sind geplant: kostenlose Erstenergieberatung, Vor-Ort-Beratung der Verbraucherzentrale sowie ein Sanierungsvorschlag durch Ziel 21.

Wie das funktionieren kann, erklärt Ziel-21-Vorsitzender Gottfried Obermair anhand des Ehepaars Sabine und Marc Schwellenberg. Die beiden haben sich kürzlich in Dünzelbach ein Einfamilienhaus gekauft, das sie gerne energetisch sanieren würden. Ziel-21-Energieberater Karsten Wichmann machte in einer ersten Bewertung "aus der Ferne" auf mögliche Schwachpunkte aufmerksam und unterbreitete Vorschläge für die Sanierung. Nun steht ein Gebäude-Check vor Ort an. Dabei gibt ein Energieexperte einen Überblick über Strom- und Wärmeverbrauch, Geräteausstattung, Heizungsanlage sowie Gebäudehülle und lotet das Sparpotenzial aus. Basierend auf diesen Daten und sofern der Gebäudeeigentümer dafür Geld investieren will, arbeitet Ziel 21 sodann einen umfassenden Sanierungsvorschlag aus - der auch Fördermöglichkeiten berücksichtigt.

"Wir sind der Familie Schwellenberg sehr dankbar, dass sie sich als Probanden zur Verfügung gestellt haben", so Obermair. Mit diesen Erfahrungen könne die bevorstehende Sanierungskampagne noch nachjustiert werden.

© SZ vom 09.06.2020 / slg

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