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Emmering:Zentrum der Begegnung

Die Umgestaltung des Vorplatzes des Emmeringer Bürgerhauses nimmt weiter Gestalt an

Von Manfred Amann, Emmering

Der Bürgerhausvorplatz in Emmering soll zu einem "Zentrum der Begegnung" umgestaltet werden und gleichzeitig optimale Voraussetzungen für Großveranstaltungen wie zum Beispiel den beliebten Weihnachtsmarkt bieten. In seiner ersten Sitzung hat der neue Bauausschuss den aktuellen Planungsstand erörtert und das Pflaster ausgesucht, das im Zentralbereich verlegt werden soll. Drei verschiedene Größen in nuanciert unterschiedlichem Grauton sollen dem Platz das Gefühl von Weite gegeben. Das Planungsbüro und der Bauhof hatten zur Anschauung mehrere Quadratmeter von zwei Varianten verlegt.

Zur Auswahl standen nur sandgestrahlte sowie sandgestrahlte abgeschliffene Platten, wobei sich die Ausschussmitglieder für letztere entschieden. Ein mehrfach genannter, aber offensichtlich nicht ganz ernst gemeinter Grund für die Wahl war, dass die Platten deutlich weniger Poren hätten als die nur sandgestrahlten und daher weniger Rotwein- oder Glühweinflecken zu befürchten seien. Laut Planungsbüro wird der Platz eine überdachte Bühne bekommen und zum Teil mit versenkbaren Strom-Anschlusskästen aus Edelstahl ausgestattet, um für Festivitäten optimale Bedingungen zu schaffen. "Die Stromanschlüsse sollen möglichst einfach zugänglich sein, um lange Kabelverlegungen zu vermeiden", erklärte CSU-Bürgermeister Stefan Floerecke. Hans Weiß (CSU) regte an, bei den versenkbaren Anschlusskästen sicher zu stellen, dass sich darin kein Wasser sammeln kann und es womöglich monatelang darin feucht bleibt. "Die Abdeckungen sind wasserdicht", merkte daraufhin der Planer an. Da sich bei Nutzung aber Regenwasser in den Kästen sammeln könnte, sagte er zu, Kästen zu nehmen, die eine Versickerung ermöglichen. Geplant ist auch, den Zwischenbau von Amperhalle und Bürgerhaus so zurückzubauen, dass man ohne Türen vom Vorplatz bis hinter die Gebäude zum Biergarten und zu den Sportanlagen durchgehen kann.

"Wir schaffen damit eine offenere Verbindung zwischen den beiden Bereichen und erreichen so eine bessere Anbindung", erklärte dazu der Rathauschef, nachdem Ulrike Saatze dazu eine Erklärung gewünscht hatte. Wie Floerecke erläuterte, ist in die Neugestaltung auch der Kirchengarten einbezogen. Dort soll die Garage verlegt werden, um mehr Platz zu bekommen. Die Pfarrverwaltung habe der Planung bereits zugestimmt, sagte der Bürgermeister, schwieriger sei es, vom Seniorenzentrum Senivita das Einverständnis zu erlangen. Dort gebe es mittlerweile etwa 50 Eigentümer, die man unter einen Hut bringen müsse. Es sei aber nur eine zeitliche Frage, dass die Zustimmung verweigert werden könnte, glaubt Floerecke nicht, denn für die Bewohner des Seniorenheimes werde ein frei zugänglicher öffentlicher Bereich mit viel Grün und hoher Aufenthaltsqualität geschaffen. Kirche und Senivita müssen erklären, dass nach der Neugestaltung 25 Jahre lang nichts verändert werde. "Das ist eine Bedingung, um in den Genuss von Fördermitteln zu kommen", so Floerecke.

© SZ vom 22.05.2020

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