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Emmering:Listerienfund: Metzgerei der Hofpfisterei ruft drei Wurstsorten zurück

  • Die Öko-Metzgerei Landfrau ruft vorbeugend drei Wurstsorten zurück.
  • Bierschinken und Putenbrust geräuchert mit Mindesthaltbarkeitsdaten zwischen 15. November und 5. Dezember sowie Lammsalami mit Mindesthaltbarkeitsdaten zwischen 10. und 24. Dezember sollten nicht verzehrt werden.
  • Bei einer Routinekontrolle wurde bei Bierschinken der Erreger "Listeria monocytogenes" gefunden.

Die Emmeringer Öko-Metzgerei "Landfrau" warnt vor dem Verzehr von drei Wurstsorten, die sie in ihrem Angebot hatte. Grund dafür ist, dass bei Routinekontrollen Listerien im Bierschinken gefunden worden sind. Konkret handelt es sich nach Angaben der Metzgerei um Bierschinken mit der Chargennummer 16 444. In diesem Produkt ist der Erreger Listeria Monocytogenes gefunden worden. Da am gleichen Tag auf der selben Anlage auch die Lammsalami (Chargennummer 16373) und Putenbrust geräuchert (Chargennummer 16445) geschnitten und verpackt wurden, sei nicht auszuschließen, dass diese ebenfalls mit Listerien in Berührung gekommen sind, heißt es in der Pressemitteilung der Metzgerei.

Die Metzgerei sowie die Hofpfisterei, die die Landfrau-Produkte in ihren Filialen anbietet, haben die genannten Artikel aus dem Handel genommen. Kunden, die diese erworben haben, können die drei Wurstsorten gegen Erstattung des Kaufpreises oder im Tausch gegen andere Ware zurückgaben. Die Metzgerei hat auch ein Kundentelefon eingerichtet. Unter der kostenfreien Rufnummer 0800/550 44 03 werden Fragen zu den Produkten beantwortet. Anrufe werden am Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 8 bis 20 Uhr und am Samstag zwischen 8 und 16 Uhr entgegengenommen.

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Listerien sind Bakterien, die in der Umwelt weit verbreitet sind. Sie können grippeähnliche Symptome mit Fieber und Muskelschmerzen oder Übelkeit und Durchfall auslösen. Für gesunde Erwachsene sind sie meist ungefährlich. Bei Schwangeren, Neugeborenen oder Personen mit geschwächter Immunabwehr kann eine Infektion mit Listerien allerdings auch schwere Erkrankungen hervorrufen. Aus diesem Grund lassen Metzgereien ihre Produkte regelmäßig auch auf Listerien untersuchen.

Bei einer dieser Untersuchungen sind nun Bakterien auf dem Bierschinken gefunden worden. Die Metzgerei habe "umgehend die Behörden informiert", sagte Nicole Stocker, Eigentümerin und Geschäftsführerin der Öko-Metzgerei Landfrau und der Hofpfisterei am Dienstag, denn die Sicherheit der Kunden habe "oberste Priorität".

Von der Verunreinigung durch Listerien war in diesem Jahr schon ein Betrieb im Landkreis Fürstenfeldbruck betroffen. Auch in diesem Fall hatte die Routinekontrolle in einem Labor ergeben, dass Wurstprodukte mit den Bakterien kontaminiert waren.

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