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Emmering:Altenheimbetrieb läuft wie gewohnt

Emmerings Bürgermeister erläutert Insolvenz der Senivita AG

Von Manfred Amann, Emmering

Nachdem das Unternehmen Senivita Social Estate AG beim Amtsgericht Bayreuth Insolvenz angemeldet hat, macht man sich in Maisach, Gernlinden und Emmering Sorgen, wie es mit den Elvivion-Senioreneinrichtungen weitergeht. Die Häuser gehören zu dem in Nordbayern beheimateten Altenheimbetreiber. Aus jetziger Sicht kann der Betrieb laut Emmerings Bürgermeister Stefan Floerecke (CSU) in der örtlichen Einrichtung vorerst weiter laufen. Einem Schreiben des Insolvenzverwalters zufolge sei die Zahlung der Löhne zumindest bis Ende März gesichert. Nun werde versucht, einen neuen Investor zu finden, der die Elvivion-Häuser mit einem anderen Betreiber - und womöglich mit einem neuen Konzept - übernimmt. Es gebe Verhandlungen mit Interessenten aber noch keine konkreten Verträge, sagte Floerecke. Er sei aber zuversichtlich, dass es ohne große Unterbrechungen oder Einschnitte weiter gehe.

Die Zahlungsunfähigkeit hatte sich schon länger angekündigt. Wie der Rathauschef im Hauptausschuss erläuterte, kam die Insolvenz nicht völlig überraschend. Ende des vergangenen Jahres habe die Dr. Wiesent Sozial gGmbH als großer Anteilseigner der Senivita AG Insolvenz angemeldet und Senivita selbst habe im Dezember die Mietzahlungen an die Eigentümer der Seniorenwohnungen in den Elvivion-Häusern eingestellt. Ob und wann die Wohnungsbesitzer wieder Geld bekommen, sei nicht absehbar. Auf Anfragen von Ratsmitgliedern erklärte der Bürgermeister, dass für die Gemeinde, die im Haus eine Sozialstation eingerichtet hat, "derzeit keine finanziellen Nachteile zu erwarten" sind. Mit dem Insolvenzverwalter sei man in ständigem Kontakt, so dass die Gemeinde rechtzeitig über Veränderungen informiert werde und sich darauf einstellen könne.

© SZ vom 11.02.2021
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