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Eichenau:Zeuge verfolgt Einbrecher

Dank mutiger Unterstützung kann Polizei jungen Eichenauer verhaften

Einen Fahndungserfolg hat die Germeringer Polizei in der Nacht auf Mittwoch mit tatkräftiger Unterstützung eines aufmerksamen Zeugen verbuchen können und in Eichenau einen Einbrecher festgenommen. Der 23-Jährige hatte zunächst gegen 23.45 Uhr versucht, die Eingangstür eines Getränkemarkts in der Hauptstraße aufzuhebeln. Das Pech des mit einer schwarzen Sturmhaube vermummten Mannes war jedoch, dass er von einem 32-jährigen Zeugen aus Eichenau überrascht wurde. Der Einbrecher versuchte gerade mit einem alten Fahrradständer, den er vor dem Geschäft auf einem dort abgestellten Anhänger vorfand, die Schiebeglastür des Getränkemarktes aufzuhebeln. Genau mit derselben Vorgehensweise war bereits am 9. November in diesen Getränkemarkt eingebrochen worden. Damals bestand die Tatbeute aus mehreren Stangen Zigaretten sowie aus Schnaps- und Whiskyflaschen im Wert von insgesamt etwa 1000 Euro.

In der vergangenen Nacht brach der Täter laut Germeringer Polizei nach seiner Entdeckung seinen Einbruchsversuch sofort ab und ergriff die Flucht. Der unerschrockene Zeuge nahm jedoch sofort die Verfolgung auf und verständigte dabei noch über den Notruf die Polizei. Eine Zivilstreife der Germeringer Polizei konnte den Täter, der sich in einem Gebüsch in der Hauptstraße versteckt hatte, gegen 0.15 Uhr in geduckter Haltung dort aufstöbern. Bei dem gestellten Einbrecher klickten daraufhin sofort die Handschellen, er ließ sich widerstandslos festnehmen. Auf seine Spur brachte die Zivilbeamten die schwarze Sturmhaube, derer sich der 23-Jährige zuvor hinter dem besagten Gebüsch entledigt hatte und welche die Zivilpolizisten zuvor im Schein ihrer Taschenlampen am Boden entdeckt hatten. Eine Alkoholtest ergab einen Wert von 1,7 Promille. Der Mann musste nach einer Blutentnahme die Nacht auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in einer Arrestzelle der Germeringer Polizei verbringen. Nach einem vollumfänglichen Geständnis und einer erkennungsdienstlichen Behandlung durfte der in Eichenau wohnhafte Mann die Dienststelle wieder verlassen.

© SZ vom 26.11.2020 / SZ
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